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Von 1946 bis 1965

1946 - Mit dem Pariser Vertrag werden die Grenzen Italiens am Brenner anerkannt. Die Aussenminister von Italien und Österreich, Alcide Degasperi und Karl Gruber unterzeichnen ein Abkommen das die Autonomie Südtirols gewährleisten soll.
1947 - Erste Reaktionen  auf das Pariser Abkommen und das Statut: die Vertreter der deutschen Sprachgruppe sind mit der regionalen Autonomie unzufrieden, da sie der Südtiroler Minderheit keine ausreichenden Garantien bietet.
1948 - Erste Regionalrats- und Landtagswahlen. Es sind die ersten demokratischen Wahlen seit 1922.
1949 - Die italienische verfassunggebende Nationalversammlung genehmigt am 31. Jänner 1948 das erste Autonomiestatut.
1954 - Österreich führt wegen der mangelhaften Ausführung des Pariser Vertrags in Rom Beschwerde ein.

1956 - Beginn der Verhandlungen zwischen Österreich und Italien über die Ausführung des Pariser Vertrags. In der Zwischenzeit gibt es die ersten Bombenattentate die auf das Konto der Gruppe „Ein Tirol“ gehen.
1957 - Die Regierung kündigt an, dass Rom die Errichtung eines neuen Stadtteils in Bozen fördern will. Die SVP befürchtet eine massive Einwanderung von Italienern. Bei einer Kundgebung auf Schloss Sigmundskron, die von dem SVP-Vorsitzenden Silvius Magnago organisiert wurde, protestieren am 17. November 1957 35.000 Südtiroler gegen die Unterwanderung ihrer Heimat, gegen die Nichterfüllung des Pariser Vertrags und fordern mit dem “Los von Trient” eine eigene Autonomie für Südtirol.

1958 - In diesem Jahr stellt die SVP dem Senat das Projekt für eine neue Autonomie vor.
1959 - Das selbe Projekt wird auch der Abgeordnetenkammer vorgestellt.
1960 - Auf Drängen des Österreichischen Aussenministers Bruno Kreisky veranlasst die Volksversammlung der Vereinten Nationen eine Resolution, um Italien und Österreich zu einer Einigung zu bringen.
1961 - Die Serie von Bombenattentaten erreicht in der sogenannten “Feuernacht” vom 11. Juni, in der 47 Strommasten in die Luft gesprengt werden, ihren Höhepunkt. In diesem Zusammenhang entsteht die „19er Kommision“, welche aus Italienern und Südtirolern zusammengesetzt ist und sich der Südtirolfrage annehmen soll.
1962 - Die Außenminister von Italien und Österreich treffen sich mit dem Vorsatz die Divergenzen über die Südtirolfrage zu überbrücken in Venedig.
1963 - Die Mitte-Links-Regierung von Aldo Moro bringt das Südtirol-Problem erstmals vor die Exekutive.
1964 - Die Neunzehnerkommission stellt der Regierung das zu einem „Paket“ zusammengeschnürte Verhandlungsergebnis vor. Das Paket enthält 110 Maßnahmen zum besseren Schutz der Südtiroler.
1965 - Ministerpräsident Aldo Moro und Landeshauptmann Silvius Magnago führen Verhandlungen über die Vorschläge der 19er Kommission. Die Zahl der Maßnahmen steigt auf 137. Als Garantie für die Einhaltung der italienischen Zusagen wird ein Operationskalender erstellt.


 
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