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Von 1969 bis 1998

1969 - In der ausserordentlichen Landesversammlung der SVP in Meran schlägt Silvius Magnago die Zustimmung zum Paket vor. Erst wenn Italien das Paket zur Gänze erfüllt hat wird Österreich den bei der UNO behängenden „Streit über die Durchführung des Pariser Abkommens“ als beigelegt erachten.
1972 - Das Italienische Parlament stimmt dem 2. Autonomiestatut zu: der Grossteil der Befugnisse der Region Trentino-Südtirol gehen auf die autonomen Provinzen Trient und Bozen über.
1981 - Die Volkszählung ergibt, dass der Anteil der italienischen Bevölkerung Südtirols unter 30 Prozent liegt. Die Pflicht zur Angabe der Sprachgruppenzugehörigkeit löst einen Streit über die gerechte Verteilung der sozialen Förderung und der öffentlichen Arbeitsstellen, die auf der Basis des ethnischen Proporzes verteilt werden.
1984 - Während eines Umzugs in Innsbruck, am Jahrestag des Todes von Andreas Hofer trägt eine Gruppe Südtiroler Demonstranten eine Dornenkrone auf dem Rücken: sie soll die Qualen der in Italien lebenden Südtiroler symbolisieren.
1985 - Die Landtagswahlen bringen dem MSI, der sich für die Abschaffung einiger der grundlegenden Normen der Autonomie einsetzt, einen erheblichen Stimmenzuwachs.
1986 - Bei der SVP-Versammlung in Meran dringen Schützen in den Saal ein und rufen zur Selbstbestimmung auf.
1987 - Es gibt ein Wiederaufleben politischer Attentate: in wenigen Tagen treffen Bomben und Maschinengewehrschüsse mehrere „italienische“ Ziele, wie Carabinieri-Kasernen oder Wohnhauser des Militärs. Weitere Attentate in der Bozner Umgebung. Der Sitz der RAI wird beschädigt.
1988 - Weitere Attentate in der Bozner Umgebung. Der Sitz der RAI wird beschädigt.
1989 - Der römische Ministerrat genehmigt die Gesetzesvorlagen über die Finanzregelung zwischen dem Staat und den autonomen Provinzen. Bozen und Trient erhalten automatisch fast alle Steüreingänge, die vom Staat eingenommen wurden zurück.
1991 - Silvius Magnago übergibt den Vorsitz der SVP dem Senator Roland Riz. Das Parlament richtet in Bozen einen Sitz des Berufungsgerichts ein – eine Massnahme die im Paket nicht vorgesehen war.
1992 - Die römische Regierung unter Giulio Andreotti genehmigt die noch ausstehenden vier wichtigen Durchführungsbestimmungen. Österreich gibt nach einer langen parlamentarischen Diskussion die Streitbeilegungserklärung bei der UNO ab.
1996 - Obwohl das Paket abgeschlossen ist, übergibt die italienische Regierung der Povinz Bozen weitere Befugnisse wie zum Beispiel die Schulverwaltung und die Strassenverwaltung, das Kommunikationswesen und das öffentliche Verkehrsnetz.
1997 - Die Freie Universität Bozen wird gegründet.
1998 - Einweihung der Universität.


 
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