Testatina

BILDHAUEREI


Mit geringerer Begeisterung wurden die Theorien des Neoklassizismus auch im Bereich der Bildhauerei angewandt. Die Rückkehr zur Antike, die Winckelmann in seinen Schriften gepriesen hatte schien der einzige Weg zu sein, um die Kunst vor dem Untergang zu retten. Aber nach der Fertigstellung der großen sakralen Bauten konnten die Bildhauer ihre Kunst nur in Ausnahmefällen unter Beweis stellen, da sie nur selten bei Erneuerung der Stadtbilder zu Rate gezogen wurden. Die Bildhauer mussten sich deshalb mit der Ausführung von bescheidenden Arbeiten zufrieden geben.

Unter den Exponenten dieser flauen Epoche, wollen wir auf den Bozner ANTON RAINALTER (1788-1855), dessen klassische Ausbildung eine gewisse Aufmerksamkeit in den Südtiroler Künstlerkreisen erwecken wird. Er hat die Statuen für den Eppaner Kreuzweg angefertigt, die sich durch eine bemerkenswerte Ausdrucksstärke auszeichnen. Reinalter hat sich auch um die Ausschmückungen des kleinen neugotischen Mausoleums für den Erzherzog Rainer († 1853) hinter dem Hauptaltar des Bozner Doms gekümmert.

DOMINIKUS MAHLKNECHT (1793-1876) aus St. Ulrich beschäftigte sich mit dem Werk Antonio Canovas (Possagno 1757 – Venedig 1822) dessen Ideale sich in der Auffassung von Ästhetik des allgegenwärtigen Winckelmanns widerspiegeln. („Edle Einfalt, stille Größe“). Bevor er sich in Frankreich niederließ, hinterließ er in seinem Heimatdorf wichtige Werke. Diese rufen aber noch kein großes Interesse hervor. Größeren Anklang finden die Arbeiten des Meraners JOHANN PENDL (1791-1859), der viele wertvolle Büsten aus bemaltem Wachs wie die Torsi für die Beichtstühle des Bozner Doms und die Madonnenstatue in einer Außennische des Brunecker Doms (1854) hinterlässt.

Auch RUDOLF MORODER (1877-1914) steht unter dem Einfluss jenes künstlerischen Klimas und seine bekanntesten Werke, wie die St.-Elisabeth-Gruppe in der Pfarrkirche von St. Ulrich ahmen den langweiligen Naturalismus nach, der vom provinziellen Ästhetikkanon der damaligen Zeit verlangt wurde.

Eher vielseitig erscheint in diesem Zusammenhang HEINRICH NATTER – der das neuromanische Denkmal aus weißem Marmor des Minnesängers Walther von der Vogelweide (1889) entwarf, das den Bozner Waltherplatz beherrscht.

Natterer war Teil jenes Künstler- und Schriftstellerkreises, welcher zahlreiche Mitglieder aus Österreich zählte und zwischen 1880 und dem Ausbruch des ersten Weltkriegs im Künstlerstädtchen Klausen tätig war. Diese Gruppe beschäftigte sich insbesondere mit dem Studium und der Verbreitung des Werks des Minnesängers Walther von der Vogelweide.

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