DER KELTENSTURM
Die transalpinen Kelten kamen am Anfang des 4. Jhdt. v. Chr.
nach Italien. Diese nordischen Stämme werden zu den wichtigsten
Verhandlungspartner der griechischen, etruskisch-italienischen,
sizilianischen und kathagischen Volksstämmen. Die darauf
folgende Weiterentwicklung der Siedlungen wird zu der „La-Tène-Kultur“ führen.
La Tène am Neuenburger See in der französischen
Schweiz erweckte 1858 die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler,
als dort einige tausende Waffen, Arbeitsgeräte, Fibulen
und Ornamente gefunden wurden. Diese Zivilisation, hat wie
jene der Illyrer in den vorhergehenden Jahrhunderten, als das
auf den Kopf gestellt, was in den verschiedenen europäischen
Gemeinschaften als gefestigt galt. Die werden als grausame
Krieger, und als schreckliche Räuber beschrieben, aber
die Kelten hatten gelernt das Metall zu verarbeiten und die
fortschrittlichen Techniken intelligent anzuwenden. Ihre Liebe
für Gegenstände von hoher künstlerischer Qualität
und für Luxusobjekte scheint angeboren: Koralle, mit Gold überzogene
Hörner, wertvolles Geschirr, Torques (Halsreif), bemaltes
Keramik. Die am meisten verwendeten Verzierungen sind stilisierte
Pflanzenmotive, zoomorphe und menschliche Darstellungen die
auf abstrakte geometrische Formen reduziert werden, die oft
mit s- und spiralförmige Zeichnungen abgewechselt werden.
Mit der Zeit lässt man von den geometrischen Stereotypen
ab und es werden etruskisch-griechisch-italische Modelle neu
interpretiert. Das Resultat wird über ein Jahrtausend
lang gültig sein.
Auf ihrem unaufhaltsamen Zug Richtung Westen, übernimmt die
keltische Kultur Verhaltensweisen der Zivilisationen mit denen
sie in Kontakt kommt. Als sie in den Alpenraum vordringen, nehmen
sie orientalische Kompositmerkmale an. Diese Besonderheit ist besonders
an den Halsketten die in Grab (Kroatien), Eppan und im Nonstal
gefunden wurden, erkennbar. Die Kelten, oder Gallier, schafften
es nicht die Alpen auf militärischem Weg zu erobern, da bei
den einzelnen Siedlungen auf großen Widerstand stießen.
Sie schaffen es aber die Poebene zu erobern und die dort ansässigen
etruskischen Stämme zu vertreiben. Diese finden bei den benachbarten
rätischen Völkern Zuflucht. Man glaubt, dass der Vinschgau
von solchen Flüchtlingen besiedelt worden sei.
Kurze Zeit danach müssen es die Kelten in Italien mit den
Römern aufnehmen. Im Laufe des 3. Jahrhunderts v. Chr. schaffen
es die Römer ihre Gegner zu unterwerfen oder zu vertreiben.
Diese sind schon im 2. Jahrhundert v. Chr. gezwungen wieder dorthin
zurück zugehen, wo sie her gekommen waren.
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