Testatina

DER BRIXNER DOM


Der romanische Bau geht auf das 13. Jahrhundert zurück und wurde auf den Resten eines älteren Gebäudes, wahrscheinlich aus dem 10. Jahrhundert, errichtet.

Leider wurde der Gebäudekomplex zwischen dem 15. Und dem 18. Jahrhundert umgebaut. Damals wurde ihm das heutige schwerfällige, barocke Aussehen verliehen.

Obwohl die romanisch-gotischen Zeugnisse größtenteils verschwunden sind, finden wir im Dachboden der Kirche Fresken von TROGER wieder, der als der bedeutendste barocke Maler Südtirols gilt. Dort befinden sich auch prunkvolle Stuckarbeiten die nach einem langweiligen und überholten Konzept eingefügt wurden.

Im Kreuzgang befindet sich eine Malerei, deren erste Sequenzen auf das 14. Jahrhundert zurückgehen. Im Großen und Ganzen handelt es sich um die Südtiroler Version der „Internationalen Gotik“, die sich durch die hohe künstlerische Qualität hervorhebt.

In der dritten Arkade des Baues finden wir das neuere Fresko „Kreuzigung“ das um die Mitte des 15. Jahrhunderts entstanden ist. Hier wird die Verbindung mit der Italienischen Malerei, insbesondere mit jener von STEFANO VON VERONA (auch Stefano von Giovanni oder von Frankreich genannt, wurde um 1375 geboren). Dieser Künstler genoss, so wie PISANELLO (1396 – 1455) von dem er wahrscheinlich ein Vorläufer war, großes Ansehen im künstlerischen Ambiente des Venetien von 1400. Eine Arbeit eines weiteren angesehenen Künstlers findet man am nächsten, vierten Bogen. Der gängigen Meinung zu folge handelt es sich hierbei um HANS VON BRUNECK, der von Meister AMBROGIO, einem seiner Schüler, erwähnt wurde. Dieser hat als er die Jakobskirche in Tramin mit Fresken bemalt hat, dem Meister in einer Inschrift von 1441 gewürdigt.

Die Malereien im oben genannten Bogen gehen auf das Jahr 1418 zurück, als der Künstler in Vahrn bei Brixen lebte. In der großen Lünette des Bogens befand sich einst eine „Anbetung der Heiligen“, die aber im Laufe von Restaurierungsarbeiten abgenommen wurde. An der gegenüber liegenden Seite sieht man den „Hl. Georg mit dem Drachen“, eine Gruppe von Rittern mit dem Banner der Kreuzzüge und Büsten von weiblichen Heiligen. Am Gewölbe sind die Büsten der „Kirchenväter“ und der Propheten, sowie die Symbole der Evangelisten wider gegeben. Die letzteren befinden sich in Medaillons mit verschiedentlich dekorierten Konturen, wie sie Giotto in der Santa-Croce-Kirche vorgemacht hat (vgl. „Die Allegorie des Gehorsam“).

Zweifellos ist die Südtiroler Malerei mit Hans von Bruneck vom germanischen Linearstil der Gotik abgekommen. Es entsteht eine plastischere Malerei im Stile Giottos, die durch den gekonnten Einsatz von Helldunkeleffekten an Lebhaftigkeit gewinnt.

Der Name eines anderen bedeutenden Künstlers der im Zusammenhang mit den Fresken in der zweiten Arkade genannt werden kann ist JACOPO SUNTER, der um die Mitte des 15. Jahrhunderts auch im Trentino tätig war.

Fresken aus dem „trecento“ finden sich in der anliegenden Taufkapelle zum Heiligen Johannes. Es sind Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament, die qualitativ nicht so interessant sind, weil es ihnen an dreidimensionalen Inhalten fehlt.

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