Der Hexenmeister
Im
friedlichen St. Valentin schien noch dieSonne, als sich der Kachler
Hans wieder einmal mit unbewegter Miene auf den Weg machte. Die,
die ihm auf der Hauptsraße begegneten, senkten vor Angst
den Blick zu Boden, die, die ihn aus sicherer Ferne beobachteten,
flüsterten sich leise zu „Auf den Schlern hinauf will
er, sicher zu einem Hexenfest“.
Und Recht hatten diese Dörfler mit ihren Vermutungen, denn
der finstere Geselle war in der Tat ein Hexenmeister und ein
Magier, der Zauberkräfte besaß. Davon legte sein überlieferter
Ruf beredetes Zeugnis ab, konnte er doch mit einem einzigen Satz
vom Schlern auf seinen Balkon springen. Oder in der Wut gar den
mächtigen Tchanstein vom Petz aus auf dem Schlernplateau
hinunter auf die Seiser Alm schleudern. Der haushohe Felsbrocken
liegt noch dort, wo er gelandet, mitten in den Wiesen. Wer den
Tchanstein suchen will, dem weist die Tanne, die ihn heute ziert,
gerne den Weg.
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