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Der Wind-Übergang - Resschen
Vom Winde verweht, ein leuchtendes Windrad steht Er findet es passt einfach nicht in die Landschaft. Sie meint hingegen es wirke sehr elegant. Er sagt es sei laut und möglicherweise gefährlich. Sie behauptet, dass die weichen Konturen verbunden mit diesem ungewohnten Ausdruck von Kraft und stählerner Haltung auf ihre weibliche Seele sogar verführerisch wirken: ist es nicht ein fescher Kerl? Ein Krieger, ein Ritter, dessen Füße fest am Boden, auf einen unsichtbaren Feind von jenseits der Berge lauernd… Sie findet das Werk habe einen leicht erotischen Hauch. Genauso wie dieses zarte wehen des Windes über die blumenreichen Wiesen der Haide. Der Wind ist ein Meister der Sinnlichkeit, ein Bündel aus geschmeidigem Einfühlvermögen, wenn er die Wiesen bewegt oder purer Ausdruck der Urgewalt wenn er die Wolken im Himmel zerfetzt und mächtige Schneelawinen zu Tale drückt. Männer verstehen das eben nicht, wie verführerisch diese Gegensätze aus Kraft und Zärtlichkeit und das unberechenbare Ablösen der einen auf die andere auf Frauen wirken. Frauen verstehen das sehr wohl, vielleicht weil ihr eigener Körperrhythmus viel enger mit der Natur und mit dem Mond schwingt. Eine Frau weiß stets zu unterscheiden, zwischen Harmonie der wahren Kraft, und arroganter Gewalt des Schwächlings. Nein, der wahren Kraft widersteht man nicht, wieso sollte man auch? Dann segelt das Herz dicht am Wind, gekrängt unter dem Druck der Norwestböen. Gebt ihm einen Namen und messt ihn in Zahlen und Einheiten ihr Menschen der Wissenschaft, der Wind wird stets bleiben was er von Anbeginn her ist: kräftig und unsichtbarer Meister, alleiniger Herrscher über Meere und Kontinente. Entlang des Wanderweges ins Tal hinunter antwortet er nicht und denkt sich das sein. Desto mehr sie den Berg hinabsteigt, desto größer wirkt das Windrad auf der Haide, bis endlich, Mann und Frau zu Füßen des gewaltigen Stahlturms stehen und er in Stille gestehen muss: „diese rotierenden Flügel ergeben wenig mehr als ein sanftes Rauschen…!“ Dann blickt er zu seiner Frau herüber, macht eine etwas verstellte Miene und denkt sich: „sie wir mich nicht etwa betrügen?“ Sinnlichkeit des Windes
Mittelschwere Wanderung
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