„Wie nennt man diesen Holzzaun?“ Dies ist die Frage für
ein nettes Spiel, das man mit Freunden während einen Bergwanderung
machen kann.
"In jedem Tal, durch das du wanderst, wirst du auf einen Holzzaun
treffen". In Südtirol gibt es neun verschiedene Holzzäune, die alle
aus Lärcheholz bestehen. Im Sarntal wirst du auf den Scherenzaun
treffen (Lärchenäste werden in Form einer Schere aufgestellt),
typisch für das Ahrntal ist der Ringzaun, der seine Ursprünge
aus der Antike hat und bereits im bayrischen Recht des 18. Jahrhunderts
erwähnt wird. Schließlich gibt es noch den besonderen Schrankzaun,
den man vor allem in lawinengefährdeten Gebieten findet. Dieser
Zaun wird – sofern er nicht überrollt wurde - im Herbst entfernt
und im Frühling wieder aufgestellt, indem die Zaunpfosten fest in
den Boden gerammt werden.
“Speltenzaun”, Stecken und Astflechtwerk.
Die Errichtung der traditionellen Holzzäune hatte schon vor Jahren
der Heimatpflegeverband Südtirol übernommen. Der Heimatpflegeverband
ist eine Organisation zum Schutz des Landes und des ländlichen Gebietes.
Für die Entwicklung und den Schutz dieses Südtiroler Kulturgutes gewährt
die autonome Provinz Bozen großzügige Beiträge (sie übernimmt
je nach Zauntyp zwischen 30 und 80 Prozent der Kosten).
Die Holz- und Lärchenzäune werden von kleinen Holznägeln und jungen
Lärchenästen (die im Frühling geschlagen werden) zusammen gehalten.
Diese Äste sind besonders geeignet, weil sie sehr fein und flexibel sind.
Nur ab und zu werden Metallnägel benutzt.
Alle Holzzäune werden nach alten Methoden gebaut ohne chemische Substanzen
zu benutzen. Damit die Holzäste wasserfest bleiben und resistent gegen Feuchtigkeit
bleiben, werden die Spitzen angebrannt und verkohlt und dann in den Boden geschlagen.
“Ringzaun”, typisch von das Ahrntal.
Die Katalogierte Zaunarten in Südtirol
sind neun:
1) Rangg’n- oder Schärenzaun, aus gespalteten
Stecken (Schären
und Stangen);
“Schärenzaun”, zwei Stecken bilden jeweils eine sog. "Schar".
2) Ringzaun,
aus gespaltenem Holz und Holzband;
3) Schrankzaun und Scharzaun, mit gespaltenem Holz,
Stangen und Ästen;
4) Speltenzaun, aus gespaltenem Holz und Astflechtwerk;
5) Stangenzaun, Stangen mit Pfosten, Stecken und Holznägel
sowie Weideband;
“Stangenzaun”, Lärchenstämmen
bis 1,60 m hoch.
6) Vinschger Lattenzaun, aus gespaltenen Latten, Pfosten und
Holzband;
7) Ultner Lattenzaun, mit Brettern genagelt;
8) Knüppelzaun, nach Sarntaler und Ultner Art;
9) Bretterzaun, mit Brettern und Pfosten genagelt.
Eine
Sympatische und Moderne Darstellung einer Holzzaun, im gegensatzt zu
den traditionellen.
"Socken trocknen ". Sonderbarer Gebrauch
eines Holzzauns.