Testatina

KlimaHaus in Südtirol - Alto Adige

Wer meint, dass der einzig sinnvolle Ausweg aus der Erdölkrise im Verzicht auf nicht erneuerbare Energieträger wie die fossilen Kohlenwasserstoffverbindungen, zugunsten regenerativer Energiequellen besteht, vergisst die grundlegende Bedeutung der Energieeinsparung. Sowohl in Italien als auch im restlichen Europa sind Energiesparmaßnahmen bereits seit geraumer Zeit zu einem gesetzlichen und ethischen Muss geworden, und dennoch ist das Bewusstsein über den tatsächlichen individuellen Energieverbrauch bei vielen Bürger noch sehr gering. Grund dafür ist zum Einen dass die Maßeinheiten der Energie wie z.B. das Watt oder das Joule, keine leicht vorstellbare Größenordnung sind, andererseits aber auch die Tatsache, dass wir nur selten die Ausgaben für Energie als Einzelkonsumenten tragen (wie z.B. wenn Heizungskosten gleichmäßig unter den Mietern eines Mehrfamilienhauses aufgeteilt werden). Außerdem verteilt sich der Gesamtenergieverbrauch einer Familie oder einer Einzelperson meist auf verschiedene Energieträger: elektrischer Strom, Erdgas für Heizung und Küche, Erdöl, Holz, Pellets, Kraftstoff für Transportmittel usw.

Energieverbrauch im privaten Haushalt

Laut Angaben des Landesinstitute für Statistik (ASTAT) gehen 54 % des durchschnittlichen Jahresenergieverbrauchs jedes einzelnen Südtirolers für die Heizung der eigenen Wohnung auf. Es soll daher nicht wundern, dass eine der bedeutendsten gesetzlichen Maßnahmen zur Energieeinsparung in Südtirol ausgerechnet die Wärmeschaffung in Gebäuden betrifft.

Gebäude mit hoher Energieeffizienz

Bereits vor einigen Jahrzehnten kam man in Europa auf den Gedanken besonders energiesparsame Gebäude zu entwerfen und zu bauen, aber Südtirol war bestimmt nicht an dieser Vorreiteraufgabe beteiligt. Dir frühesten Anwendungen effizienter Niedrigenergiehäuser sind auf Projekte in Deutschland, Österreich und in skandinavischen Ländern zurückzuführen, wo die Privatinitiative z.T. durch den Erlass entsprechender rechtlicher Leitfäden und gesetzlicher Unterstützungsmaßnahmen gefördert wurde. Gebietsweise kam es sogar zu großflächigen Raumplanungen, welche gesamte Stadtviertel einbezogen. Die Südtiroler Landesverwaltung kann sich hingegen mit gutem Gewissen rühmen, eine vorbildhafte und wegweisende Rolle in der Umsetzung der neuesten europäischen Richtlinien geschaffen zu haben, bei der die allgemeine Informationstätigkeit, sowie die Bereitstellung finanzieller Fördermittel und eine gezielte Marketing-Strategie des Klimahauses auf vollkommen harmonische Weise aufeinander abgestimmt sind.

Klimahaus: was ist das?

Klimahaus ist ein Bewertungsmaßstab für die Energieeffizienz von Gebäuden. Abhängig vom jeweiligen Jahresenergieverbrauches pro Quadratmeter, werden Wohnhäuser in die Güteklassen A, B, C, D, E, F und G eingeteilt. Gebäude deren Energieverbrauch in die Klassen A und B fällt, können als „Klimahaus“ zertifiziert werden und dürfen im Eingangsbereich die Klimahaus Plakette anbringen. Die Klimahaus+ Bezeichnung ist Gebäuden vorbehalten, welche nicht nur einen äußerst niedrigen Energieverbrauch aufweisen (unter 50 kWh/m2 und Jahr), sondern bei denen auch weitere Umweltverträglichkeitsaspekte berücksichtigt sind, wie z.B. ein vollständiger Verzicht auf fossile Energieträger für die Heizung der Räumlichkeiten, sowie gesundheitsschädlicher Materialien für die Wärmedämmung, chemischer Lackstoffe oder Lösungsstoffe in Holzverkleidungen und Fußböden, tropischer Holzarten und Fenster- und Türrahmen aus PVC.

Die Klimahaus Güteklassen

Folgende von der Landesverwaltung entworfene Grafik veranschaulicht die Güteklassen der Klimahaus Zertifizierung:

Die angegebenen Werte beziehen sich auf die klimatischen Aufzeichnungen für die Stadt Bozen. Als Faustregel kann angenommen werden, dass jede kWh (Kilowattstunde) in etwa einem Liter Heizöl entspricht. Ein Gebäude mit einem Wärmeverbrauch von 50 kWh/m2 und Jahr verbraucht beispielsweise etwa 5 Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr. Eine 120m2 große Wohnung der Klimahaus Güteklasse B verbraucht dementsprechend etwa 500–600 Liter Heizöl pro Jahr.

In welchen Fällen sollten Klimahaus Kriterien berücksichtigt werden?

Seit 12. Januar 2005 werden Baukonzessionen nur dann erteilt, wenn das geplante Wohngebäude oder das Büro (ausgenommen der Büroeinrichtungen in ausgewiesenen Gewerbezonen) einen Wärmeverbrauch von maximal 70 kWh/m2 und Jahr (Klimahaus-Güteklasse C) aufweist. Für Gebäude die Klimahausstandard der Güteklasse A aufweisen, ist weiters eine Kubaturbegünstigung vorgesehen: die Berechnung der Kubatur erfolgt unter Annahme einer Außenwandstärke von nur 30 cm.

Im ganzen Land bekannt …

Die Klimahaus-Maßnahme sprengt ihren eigenen Rahmen. Kaum jemand hätte vor wenigen Jahren ahnen können, welchen Erfolg diese landesweite Initiative nicht nur innerhalb Südtirols, sondern auch in weiten Teilen Italiens ernten würde? Was zu Beginn lediglich ein Umsetzungskriterium europäischer Richtlinien war, ist in Kürze zu nicht nur zu einer case history und zu einem „guten Beispiel“ auf nationaler und internationaler Ebene emporgestiegen, sondern hat auch weit gefächerte Bereiche der lokalen Wirtschaft mitgezogen. Tatsächlich fordern alle Arbeitsschritte zur Verwirklichung eines Klimahauses, von der Planung bis zum Endbau, sehr unterschiedliche Fachkenntnisse und Rohstoffe. Ein Klimahaus benötigt nicht nur erstklassiges und aus dem letzten Stand der Technik entstandenes Baumaterial, welches zudem äußerst umweltverträglich sein muss, sondern auch moderne Planungs- und Verwaltungskriterien. Das Interesse für die Südtiroler Klimahaus Kriterien hat mittlerweile höchste Anerkennung gefunden und führte kürzlich zu einer engeren Mitarbeit zwischen der Landesverwaltung und einigen italienischen Universitäten, welche anhand dieses Vorzeigebeispiel neue Wege der Gebäudeplanung, des Baus und der Sanierung bereits bestehender Gebäude zu verbreiten versuchen.

Klimahaus spezialisierte Unternehmen: Holz & ko GmbH

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