..."Du weist schon, das letze Stück
unter den drei Zinnen ist ein klein wenig so, aber mit dem Zahnrad 26.
Ah ok. Geht in Ordnung werde es mir schon merken. Wie geht es mit der
Renovierung des Hauses in Feltre. Gut danke weißt du!..."
Fahradfahrend und über Gott und die Welt plaudernd haben wir gemeinsam unsere
Fahrradtour hinauf zum Mendelpass begonnen Vor allem plaudere ich mehr, weil
ich wenn ich schon mal anfange zu plaudern, vollkommen verstanden werden möchte.
Gut sage ich mir. Atem ok. Beine ok. Guter Rhythmus Steigung 6-7% hervorragend.
Aber etwas störte mich, mein Rad war immer 3-4 cm hinter dem Rad von Roberto.
Rein "Optisch" gesehen fehlten mir diese 3-4 cm, sie gaben mir ein
Gefühl des Dahinterseins welches ich, immer plaudernd, aufholen wollte.
Aber es gelang mir nie ganz.
Ich spürte das mein Kollege es absichtlich tat. Als er mir fragen stellte
verlangsamte er das Tempo, während ich antwortete erhöhte er ein klein
wenig den Rhythmus Halbwegs lies er mich ausreden und sagte mir dann noch, auf
den Pedalen stehend "Komm lass uns ein wenig das Tempo
erhöhen"
Aus. Ich war geschafft!
In diesem Moment sah ich nur noch ein lächeln das sich entfernte, während
ich nur noch ungläubig auf seinen "Shimano blauen" Hintern starrte.
Der hatte mich reingelegt!
Eine Lektion, die ich im Leben nie vergessen werde. Ich werde nie mehr jemandem
antworten, der in einer Steigung immer das Rad vor meinem hält, auch nicht
wenn er 70 Jahre alt ist.
Jedoch um die Fahrradtour und auch die Geschichte zu beenden will ich nur noch
vermerken, dass während der Abfahrt mein Kollege noch fragte "du,
um noch ein wenig zu plaudern komm erzähl mir; wie war es in Österreich
mit deiner Tochter längs der Donau?"
...ich hätte ihm gerne in einen Reifen
aufgestochen , ja absichtlich