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Radfahren in Südtirol: Sieben Tage - Sieben Täler


Gemeinsam mit Maria Canins, der vielseitigen Athletin die sich mit Erfolg dem Skilanglauf und dem Radsport gewidmet hat, radeln wir zwischen den Gipfeln und Zinnen der Täler der Etsch und des Eisacks hindurch. Es ist eine anstrengende Woche, die wir zwischen Wäldern und Landschaften die von den Farben des Herbstes in Brand gesetzt scheinen.

Zwischen den Kulissen ihrer überwältigenden Felsszenarien, fesseln die Dolomiten tausende von Wanderern im Frühjahr und eben so viele Skifahrer im Winter. Aber es gibt eine Jahreszeit, die man beim Planen des Urlaubes immer vernachlässigt: der Herbst. Wir widmen ihn ganz dem Mountainbike, und schlagen eine Tour vor, die sich durch Täler und über Pässe und Gipfel schlängelt, wenn dort, nach dem lärmigem Sommer die Ruhe wieder eingezogen ist. Die Wälder färben sich golden. Das Heu ist schon in den Stadeln. Die Geranien auf den Balkonen genießen die letzten Sonnenstrahlen, bevor sie in ihr Winterquartier gebracht werden. Die Seilbahnen stehen still und die Dörfer des Talboden genießen die Ruhe. Es ist der Moment in dem die Dolomiten wieder den Menschen gehören, die sie bewohnen und sogar eine chaotische und snobistische Ortschaft wie es Cortina d'Ampezzo im August ist, verwandelt sich zu einem einfachen und freundlichen Ort zurück.
In dieser Jahreszeit laufen die Wälder den Bergen mit ihrer verzauberten Schönheit den Bergen den Rang ab. In den milden und klaren Tagen, die dem Winter vorausgehen, ragen die nun vollkommen vom Schnee befreiten Berggipfel in den Himmel empor, am Fuße sind sie von goldgelben Lärchenwäldern aus denen dunkle Tannen und feuerrote Birken hervorstechen umsäumt. Es ist die Möglichkeit, die wahren Dolomiten kennen zulernen, so wie nur die Ladiner sie kennen. Deshalb haben wir uns von Maria Canins, dem "fliegenden Mütterchen" aus dem Gadertal begleiten lassen. Sie hat in ihrer langen Sportlerkarriere Erfolge im Skilanglauf (einmal Vasaloppet, 15 Mal Italienmeisterin), im Radsport (2 Mal Tour de France, 1 Mal Giro d'Italia) und mit dem Mountainbike (2 Mal Weltmeisterin und 2 Mal Italienmeisterin)

Eine Radtour durch die Dolomiten

Die Route ist 212 Kilometer lang und wird in sieben Etappen unterteilt. Es ist eine lange und anspruchsvolle Tour, im Laufe derer erhebliche Höhenunterschiede zu bewältigen sind. In Neumarkt im Etschtal, dem Ausgangspunkt unserer Tour und in Toblach im Pustertal, dem Ziel unsrer Tour, befinden sich jeweils Bahnhöfe, die es uns ermöglichen ohne Auto auszukommen.
Es ist verboten mit dem Rad die gekennzeichneten Wege zu verlassen. Im Inneren der Naturschutzgebiete (Naturpark Fanes-Sennes-Prags) darf nur auf Wegen gefahren werden, die 1,50 m breit und breiter sind.
Der Tourismusverband Südtirols (0471/993808), plant in Zusammenarbeit mit den Tourismusverbänden des Fleimstals (0462/241111) und des Fassatals (0462/573122) die Route zu kennzeichnen und die örtlichen Veranstalter mit einzubeziehen...
Für weitere Informationen und für die Buchung Ihrer Unterkunft wenden sie sich bitte direkt an die Tourismusvereine der Ortschaften die entlang der Route liegen: Neumarkt (0471/812373), Cavalese (0462/241111), Campitello (0462/750500), Wolkenstein (0471/795122), Stern-Abtei-Sankt Kassian (0471/849422), Sankt Vigil in Enneberg (0474/501037), Cortina d'Ampezzo (0436/866252), Touristisches Konsortium Hochpustertal (0474/914262).


Texte: Giulia Castelli Gattinara
Bild: Mario Verin
Aus "Airone" Nr. 186 - Oktober 1996

 
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