Von Bozen, dem "Tor der Dolomiten", machen wir uns
langsam radelnd auf die Entdeckung der schönsten Farben
und der angenehmsten Düfte. Von der Reschenbrücke fahren
wir durch Obstwiesen Richtung Etschbrücke. Über uns
thront die strenge Festung Sigmundskron, deren Ursprünge
auf das Jahr 1000 zurückgehen. Heute befindet sich innerhalb
seiner mächtigen Ringmauern ein Restaurant und in der Kapelle
kann man die Spuren von romanischen Fresken bewundern.
Bei der Etschbrücke angekommen führt die Strasse unter
dem Schloss Richtung Girlan weiter. Die Überetscher Hochebene
bietet eine Vielzahl von Routen unter einem anderen Motto an
(historisch, kulturell, naturkundlich und kulinarisch…).
Von einem großartigen Panorama begleitet, das uns das Gefühl
von Freiheit vermittelt, kommen wir nach Girlan, und von hier
in den Montiggler Wald. Auf
einem bequemen Forstweg kommen wir zu den Montiggler Seen (dem
Großen und dem Kleinen). Wir machen Rast, um die verzauberte
Atmosphäre und, warum nicht, ein Gläschen guten Weines
zu genießen. Über das bekannteFrühlingstal erreichen
den Kalterer See. Wir sind jetzt etwa 20 km gefahren und könnten
einen interessanten Umweg zum Kirchlein von St. Jakob in Kastelaz
machen, das sich oberhalb der Ortschaft Tramin im Süden
des Kalterer Sees befindet. Der Bau geht auf den Anfang des 12.
Jahrhunderts zurück und darin befindet sich ein einzigartiges "Bestiarium" (Tierbuch)
das die Wände vollkommen bedeckt. Wir kehren nach Kaltern
zurück und auf der Höhe von Oberplanitzing empfehlen
wir einen Abstecher zu den "Eislöchern", einem
interessanten Naturphänomen zu machen. Auch die zahllosen
Burgen, Schlosser und Ansitze auf der Eppaner Hochebene lassen
uns nicht unbeeindruckt.
Wir dringen bis nach Missian vor, von wo wir auf einer etwas
holprigen zur Burgruine Hocheppan kommen, die sowohl wegen ihrer
historischen Bedeutung (ab dem 12. Jahrhundert Sitz der Grafen
von Eppan) als auch wegen der einzigartigen romanischen Malereien
(Zyklus der dummen und der weisen Jungfrauen) zu den wichtigsten
Burgen der gesamten Region gehört. In Inneren der verfallenen
Burgmauern befindet sich ein Restaurant/café. Etwas weiter
oben befindet sich die Ruine von Schloss Boymont, welches Mitte
des 18. Jahrhunderts in einem Brand zerstört wurde. Nach
dieser Reise in die Vergangenheit können wir kehrt machen.
Wir fahren zurück zur Etschbrücke und weiter nach Bozen.
ZUFAHRT: Bozen AUSGANGSPUNKT: Etschbrücke HÖHENUNTERSCHIED: insg.5/600m STRECKE: Hin/Rückfahrt ca. 50
km EMPFOHLENE ZEIT: von April bis Oktober DAUER: 5/6 Std. INFORMATIONEN: Verkehrsverein Bozen
0471/307000 KARTE: KOMPASS 1:50000 BOZEN Nr.
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