Testatina

Reschenpass – Meran

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Länge der Strecke: 85 km
Abfahrtspunkt: Reschenpass (1.810 Höhenmeter)
Ziel: Meran (325 Höhenmeter)

Ausgangspunkt für unsere Tour ist die kleine Pension in der Nähe des Reschenpasses (einem Grenzübergang zu Österreich) in der wir die Nacht verbracht haben. Vielleicht liegt es an der Urlaubstimmung oder es ist der Instinkt sich genügend Energiereserven für den Tag anzufuttern, jedenfalls haben wir heute ausgiebiger als sonst gefrühstückt. Bei den ganzen Leckereien mit denen uns die Besitzerin den Frühstückstisch gedeckt hat war es aber auch schwierig zu widerstehen! Es gab Buchweizentorte, hausgemachte Marmeladen, Schwarzbrot und Nussbrot, Aufschnitt, verschiedene Käsesorten und Joghurt.
Wie dem auch sei, da radeln wir nun in der prickelnden Morgenluft bei günstigem Nordwind auf dem Radweg der am linken Seeufer entlang führt. Die erste Überraschung erleben wir schon nach einigen Kilometern bei dem Dorf Graun, wo ein Kirchturm aus dem See ragt. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die Einwohner ihre Häuser für immer verlassen um dem Stausee eines Elektrizitätswerks Platz zu machen und der Kirchturm ist der letzte Zeuge des versunkenen Dorfs. Die trägen Umdrehungen der Windräder von St. Valentin sind als gutes Vorzeichen für den heutigen Tag zu verstehen, denn das Tal ist für seine starken Winde berühmt.

Mittelalterliche Stadtgemeinde Glurns

In Burgeis fahren wir auf den ansteigenden Weg, der uns nach ein paar Kilometern zu dem herrlichen Marienkloster bringt, wo sich ein Halt nicht nur wegen des historischen Gebäudes selbst sonder auch wegen der Aussicht die man von dort aus auf das Tal hat auszahlt. Kaum sind wir wieder in den Sattel gestiegen und schon ist es Zeit für den nächsten Stopp in der Stadt Glurns. Diese mittelalterliche Ortschaft wird bis heute von einer vollständig erhaltenen Stadtmauer beschützt. Sehenswert sind die Sankt-Pankraz-Kirche und die Gassen der Altstadt. In Glurns fühlt man sich in das 14. Jahrhundert zurückversetzt als die Stadt ein wichtiges Handelszentrum entlang der Salzstrasse war.
Dann geht es auf der Hauptstrasse weiter Richtung Schluderns, wo wir die Churburg besichtigen möchten…heute lassen wir uns leicht von unserem Endziel ablenken…es ist schon fast Mittag und wir haben erst ca. 30 km zurückgelegt! Aber mit Sicherheit konnten wir dieses eindrucksvolle Schloss, welches zu den wichtigsten in Südtirol gehört, nicht auslassen. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf den Ortler, Südtirols höchsten Berg mit seinen stattlichen 3905 Metern.
Die Churburg wurde um 1255 von den Bischöfen von Chur erbaut und verwahrt die größte Rüstkammer Europas. Prunkstück ist eine 2,10m hohe und 45kg schwere Rüstung. Weitere interessante Stücke im Schloss sind eine Kammerorgel aus dem Jahr 1559 und ein in Marmor gehauener Kamin.
Nachdem wir uns mit einem belegten Brot gestärkt haben geht unsere Reise auf dem Radweg in Richtung Meran weiter. Im Dorf Prad am Stilfser Joch sind wir versucht das besagte Joch zu erklimmen als wir an die Abzweigung kommen, aber das ist eine andere Geschichte und heute ist nicht der richtige Tag um dieser Versuchung nachzugehen. Die Räder rollen in der angenehmen Wärme dieses sonnigen Tages. Apfel-und Marillenbäume wechseln sich ab mit den Ortschaften Laas (berühmt wegen seine Marmors), Morter am Eingang des Martelltales, Latsch, Kastelbell und Staben von wo aus sich das Schnalstal emporzieht. Auf den sonnigen Hängen auf unserer Linken thront Schloss Juval, es gehört seit mehr als 20 Jahren dem berühmten Bergsteiger Reinhold Messner, der es in ein Museum verwandelt hat. Leider drängt die Zeit und der Aufstieg zur Burg wäre viel zu anstrengend für unser Gefährt, das zudem durch das Gepäck beschwert ist. So weicht jegliche Diskussion den letzten Kilometern die wir auf dem leicht abschüssigen Radweg zurücklegen müssen. Der Wind hat sich gewendet und annuliert den Abfahrtsvoteil. Am Ende des Radweges sind wir in Algund, ein Dorf an den Toren Merans wo uns die Hitze sehnsüchtig an die Kühle des Reschenpasses zurückdenken lässt. Unsere Pension befindet sich im Viertel Obermais, am Eingang des Passeiertals und wir finden sie nachdem wir und aus dem Gewirr von Gassen und Strassen herausgewunden haben.

1. Churburg - 2. Schloss Kastelbell

Meran ist eine ruhige, angenehme Stadt habsburgischer Prägung, die vor allem als Kurstadt bekannt ist und in der heute noch etwas von der Belle-Epoque-Stimmung zu spüren. Es ist kein Zufall, das die Kaiserin Sissi oft zur Erholung hier her kam. Schön ist es der Passer enlang, dem Fluss der die Stadt in zwei teilt, zu spazieren. In einem der vielen Lokalen entlang der Promenade kann man dann das verdiente Eis essen. Einen Besuch wert sind die Thermen (bis 22h geöffnet), der Pferderennplatz und die herrlichen Gärten von Schloss Trauttmansdorff, die wir morgen vor unserer Weiterfahrt besichtigen wollen.

1. Sonnenuhr - 2. Laaser Marmor

Kuriosität: Die Claudia Augustastr. War die imperiale Strasse welche im I Jahrhundert v.C und II Jahrundert n.C., bei der alten Stadt Altino, Knotenpunkt der Seewege zwischen Istrien, Aquileia und Ravenna. und eine der reichsten Städte in der hohen Adria, begann. Diese Strasse überquerte di Region des X Regiums entlang des Flusses Piave, dann die Valsugana, weiter nach Trient dem Etschtal entlang nach Bozen und Meran  um schliesslich am Reschenpass die Alpen zu überqueren.

Geschichten und Bemerkungen auf zwei Rädern:
“Die Straßen singen“, schrieb schon Chatwin, und auch die Stilfserjochstraße hat ihre Stimme. Aber im Auto kann man sie nur schwer hören. Um sie richtig einzufangen muss man sich ohne Ballast hinaufkämpfen, sich seinen eigenen Tunnel der Stille schaffen... weiter

Städte und Gemeinden entlang des Fahrradweges:
Mals im Vinschgau - Glurns - Schluderns - Prad am Stilfserjoch - Laas - Schlanders - Latsch - Kastelbell/Tschars - Naturns - Partschins - Algund - Meran

Sankt Prokulus Kapelle, Naturns.

Sehenswertes: St. Pankrazius die Kirche in Glurns - Churburg von Schluderns - die Romanische Kirche St. Johann in Prad - Johanneskirche, Markuskirche, Nikolauskirche und das Kirchlein zum Heiligen Sisinus in Laas - Spitalkirche zum Heiligen Geist in Laces - Schloss Kastellbell in Kastellbell - Schloss Juval in Naturns - Sankt Prokulus Kapelle in Naturns - die gotische Kirche in Partschins - Schloss Tirol und der Turm oberhalb Algund - die Pfarrkirche von den Heiligen Hippolit und Gerhard in Algund - der Dom und Kirchturm - Frauenmuseum "Evelyn Ortner“ in Meran

Für einen angenehmen Aufenthalt im Hotels und Appartments empfehlen wir: Vinschgau - Meran und Umgebung

Für einen angenehmen Aufenthalt auf dem Bauernhof empfehlen wir: Vinschgau - Meran und Umgebung

Für einen angenehmen Aufenthalt im Camping empfehlen wir: Vinschgau - Meran und Umgebung

Fahrradmechaniker- und Verkaufspunkte:
-
Flarer & C. - Wiesenweg 8, Meran - Tel. 0473 233181
- Vent Egon - Hauptstrasse 48, Latsch - Tel. 0473 623148

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