Testatina

Bozen – Sellajoch

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Länge der Strecke: 55 km
Abfahrtspunkt: Bozen (266 Höhenmeter)
Ziel: Sellajoch (2.213 Höhenmeter)



Das schönste an einer ins Detail geplanten Route ist, sie im letzten Moment abzuändern. Ursprünglich wollten wir nämlich auf dem Radweg nach Blumau fahren und von dort nach Völs am Schlern und Kastelruth hoch fahren, dann hinunter nach St. Ulrich und weiter zum Sellajoch. Diese Strecke wäre landschaftlich schöner, weil offener gewesen, vor allem nach Kastelruth von wo aus man das Grödnertal beherrscht. Aber als uns der Besitzers des Garnis in dem wir übernachtet haben mit einem etwas perplexen Gesichtsausdruck erklärt hat, dass der Aufstieg zum Panidersattel recht steile Abschnitte vorsieht und die Abfahrt an manchen Stellen ein Gefälle von 15% erreicht haben wir unseren Plan kurzfristig abgeändert. Unser Tandem ist zwar mit Scheibenbremsen ausgestattet, wir haben aber keine Lust die Stabilität unseres Gefährts, mitsamt Anhänger auf diesen halsbrecherischen Kehren auf die Probe zu stellen…und auch die steile Auffahrt war nicht gerade verlockend!
Der Radweg der hauptsächlich dem Lauf der Staatsstrasse folgt führt von Bozen durch das Eisacktal. Er ist noch relativ neu und deshalb ist der Asphalt in ausgezeichnetem Zustand. Hier zieht morgens oft ein Nordwind und auch heute macht er keine Ausnahme. Bei Waidbruck fahren über die Brücke durch den Dorfkern und dann auf die alte Grödenerstrasse, um den langen Tunnel am Eingang des Grödnertals zu vermeiden. Einige Kilometer weiter laufen die Strassen wieder zusammen.



Der erste Abschnitt des Tales ist eng und düster und uns wird gleich klar, dass die heutige Auffahrt kein Zuckerschlecken wird. Nach einigen Kilometern erreicht die Steigung ein Gefälle von mehr als 10% was unsere Redseligkeit etwas bremst. Wir treten weiter in die Pedale, der Atem des anderen gibt den Takt an. Meter um Meter scheint sich das Tal weiter zu öffnen, bis die Steigung bei Kilometer 9 abflaut und wir fast ohne es zu bemerken an den ersten Häusern des weltberühmten Skiortes St. Ulrich vorbeifahren. Wir haben uns lärmende Touristen erwartet, deshalb überrascht uns die Ruhe die hier herrscht, sie ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass die meisten Betriebe noch wegen Urlaubs geschlossen sind.
Wir nutzen die Gelegenheit um eine kurze Kaffeepause einzulegen. Als wir dann wieder die Stollen an die Pedale befestigen, tun wir aufgrund der kühlen Luft gut daran nicht nur die Weste sondern auch die Muskelwärmer anzulegen. Die Weiterfahrt gestaltet sich weiterhin recht angenehm, unser Blick ist auf den Langkofel gerichtet, der sich in der Ferne auf der rechten Talseite abzeichnet. Ihn haben zum Ziel für heute bestimmt. Nachdem wir auch St. Christina hinter uns gelassen haben gestaltet sich der Anstieg bis nach Wolkenstein schwieriger, dort wird uns aber auf einem ebenen Stück eine kurze Atempause gewährt. Einige Kilometer weiter ertappt man uns wie wir, auf der Suche nach einem passenden Gang für den Aufstieg zum Pass, nervös an der Gangschaltung herumschalten.
Mittlerweile überragt uns der wuchtige Langkofel in seiner ganzen Pracht. Er bildet ein majestätisches Gegenstück zu den Sellawänden mit seinen magischen Türmen, die über den letzten Kehren dieser Mondlanschaft ragen. Selten sind wir durch eine so faszinierende Umgebung geradelt. Und die Aussicht die uns am Sellajoch erwartet verspricht, falls irgendwie möglich noch atemberaubender zu werden. Uns so sitzen wir noch ein bisschen auf der Bank hinter dem Souvenirladen und blicken auf die Marmolada, das Fassatal und den Rosengarten bis wir in die Berghütte gehen, wo wir einen Happen essen bevor wir unser Zimmer für die Nacht beziehen.



Städte und Gemeinden entlang des Fahrradweges: Bozen - Klausen - St. Ulrich - St. Christina - Wolkenstein - Sellajoch

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Fahrradmechaniker- und Verkaufspunkte:
- Balduzzi Rennräder - Quireiner Str. 13-A, Bozen - Tel. 0471 281068
- Cicli Sport Marchetti - Penegalstr. 4, Bozen - Tel. 0471 260240

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