Die Gründung von kirchlichen Siedlungen
der irischen Mönche fand in Südtirol vor allem in den Gebieten
der Franken im Vinschgau statt. Die verschiedenen Kirchen und Kapellen
die zwischen dem 8. und dem 9. Jahrhundert von den Gläubigen keltischer
Abstammung im Tal gebaut wurden weisen eine Besonderheit auf: sie wurden
allesamt an abgeschiedenen Orten errichtet. Der Grund dafür findet
sich im Konzept des orientalischen Mönchtums, wo Einsiedelei betrieben
wurde um besser Meditieren zu können und sich Gott näher
zu fühlen. Zu den religiösen Gebäuden im Vinschgau,
die von irischen Wandermönchen gegründet wurden gehört
die St. Prokuluskirche in Naturns.
Die Hauptszene: den Heiligen Prokulus der
von drei Helfern von der Stadtmauer von Verona abgeseilt wird.
Dieser alte Bau, war einmal von der Diözese von Chur abhängig
gewesen, die wiederum an das Schweizer Kloster von St. Gallen
gebunden war, bewahrt den ältesten Wandmalereien im gesamten
deutschsprachigen Raum. Das Gebäude liegt entlang der
alten Claudia-Augusta-Strasse... weiter...