Testatina

Von St. Helena bis Deutschnofen


Auf der Suche nach dem echten Kreuz

St. Helena, die Kaiserin des 4. Jahrhunderts, Mutter Konstantins und unermüdliche Auftraggeberin von monumentalen Kirchen, wie die Basilika des Anastasis auf dem Heiligen Grab in Jerusalem, hat einen großen Teil ihres Lebens mit der Suche nach dem Kreuz Jesu verbracht. Deswegen sind, vor allem im Mittelalter, viele Legenden um ihre Person entstanden. Eine davon war bei Malern besonders beliebt. Diese erzählt, dass als Helena, die im Besitz von drei Kreuzen war, dank eines vorbeiziehenden Trauerzugs das wahre davon erkannte: sie ließ die Kreuze nacheinander auf den Toten legen und als der Leichnam mit dem echten Kreuz in Berührung kam wurde er vom Tode erweckt. So finden wir in der mittelalterlichen Ikonographie die Figur der Hl. Helena untrennbar mit dem Kreuz verbunden. In der Kirche, die auf unserer Route liegt, finden wir die Mutter Konstantins gleich zwei Mal dargestellt: einmal am einbögigen Fenster auf der Südseite des Glockenturms (sie wurde in den Sandstein geschlagen) das andere ist ein in Steinrelief, das sich links vom Atrium befindet. Es stellt Helena zusammen mit dem Auftraggeber der Arbeit dar (XIV.), dieser gehörte wahrscheinlich dem Adelsgeschlecht der Niedertor, welche die Richter und Verwalter von Deutschnofen waren. Die Auftraggeber haben Künstler der Bozner Schule engagiert, die sowohl das Innere als auch das Äußere der Kirche mit Fresken bemalt. Diese Fresken zählen zu den interessantesten gotischen Malereien in der Region. Der Hl. Christoph auf der Außenseite, der die Wanderer empfängt, die Schar der matyrisierten Jungfrauen – die Heiligen Katharina, Barbara und Margarete – und die interessante Kreuzigung bereiten uns darauf vor die Schwelle zu übertreten. Das Innere der Kirche ist ein offenes Buch: in der romanischen Apsis befindet sich ein Christus Richter der Welt, die Darstellung der 4 Evangelisten und der Apostel, sowie Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Ein bemerkenswerter Reichtum, der vermischt mit einer architektonischen Struktur, die trotz der zahlreichen Umbauten, ihren romanischen Ursprung bewahrt hat ein beneidenswertes Panorama bietet das vom Latemar über den Rosengarten zum Weißhorn und zum Schwarzhorn reicht.

Landkarte Kompass 630

Route: von Deutschnofen (1357 m) folgen wir der Strasse, die nach Rauth führt. Nach ein paar hundert Metern finden wir links eine Schotterstrasse, mit dem Hinweisschild nach “St. Helena”. Wir erreichen einen alten Bauernhof und kommen durch den Wald an unser Ziel. Neben der Kirche befindet sich der Gasthof Kreuzhof (1437 m), wo der Schlüssel der Kirche aufbewahrt wird.
Rückkehr: vom Kreuzhof nehmen wir links den Forstweg, der uns in 20 Minuten auf die Asphaltstrasse zurückführt. Wir gehen nach rechts und kommen zu unserem Ausgangspunkt zurück.
Zeit: insgesamt zwei Stunden
Höhenunterschied: 80 m


Texte und Bilder: Fiorenzo Degasperi

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