Labyrinthsteig zum Latemar
Man sucht dieses Labyrinth, in dem man sich paradoxerweise unmöglich
verlaufen kann auf, der Kinder wegen, um Zuflucht vor den barbarischen
Horden lärmender Touristen zu suchen, die sich um den Karer
See drängen oder einfach nur aus Neugier auf die schmalen
Durchgänge unter den zyklopischen Felsen des Latemar aus.
Wahrhaftig errinnert der Pfad an gewundene Innereien, mit plötzlichen
Wendungen, immer wechselnden Szenarien und Kleinodien dolomitischer
Flora, die sich am Nichts fest halten. “Was soll das für
ein Labyrinth sein, ein Labyrinth in dem man sich nicht verirrt?” Uns
so, mit der selben Zufälligkeit mit der man hier angelangt
ist, entdeckt man erstaunt, dass man sich verlaufen hat! Verloren
in einem Märchen, in einer Augustwolke, in Gedanken, verloren
in sich selbst… unauffindbar verloren jedenfalls.
Landkarte
Kompass 629
Gesamtbewertung: 
Gehzeiten: 3 – 4 Std.
Höhenunterschied: 400 m
Schwierigkeitsgrad: leicht, manchmal
gibt es aber Orientierungschwierigkeiten
Route und Kennzeichnungen: Karer
See – Mitterleger (1.839m) – Labyrinth (Weg Nr. 20) – Geplänkwiese
(1.790m) – Weg Nr. 20 – Weg Nr. 11 – Karer See
(wenn man will kann man die Wanderung bis zum Karerpaß ausdehnen)
Jausestationen: es gibt keine
Jausestationen entlang der Stecke
Zufahrt Ausgangspunkt: Parkplatz
Karer See (1.520m) wir von der Forsagentur der Provinz geführt
Besonders geeignet für: Familien
mit Kindern und Liebehaber von geheimnisvollen Wäldern
Nützliche Nummern: Tourismusverein
Welschnofen 0471-613126
Azienda Prov. Foreste e Demanio 0471-414870
Empfohlene Zeit: von Mitte Juni
bis Mitte September
Sehensewertes: der Wald des Latemar
gilt mit seinene herrlichen Bäumen als einer der schönsten
Fichtenwälder der östlichen Alpen; atemberaubernde Aussicht
auf den Latemar und den Rosengarten
Beschreibung: Vom Westufer des
Karer See geht eine Forstrasse, die mit der Nr. 11 gekennzeichnet
ist, sie führt durch den Wald direkt zu den Wänden des
Latemar. Man kommt zu einer Weggabelung, beide Wege führen
zum Mittlerleger: der rechte Weg ist länger, der linke aber
steiler. Bei der Forsthütte des Mitterleger findet man schnell
die Hinweisschilder Nr. 20, die zum Labyrinth führen. Man
lässt die Lärchen hinter sich und erreicht den großen
Murenabgang, der das Labyrinth bildet. Durch das Labyrinth kommt
man in eine Mulde in der sich im Frühsommer ein Tümpel
bildet. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: man kann zum Karer
See zurück kehren oder zum Karerpaß weiter gehen. |