Die Churburg in Schluderns

Es gab einmal eine prächtige Burg die hoch und furchteinflößend über
dem Vinschgau thronte… Geschichten von Rittern, spannenden
Turnieren, schweren Rüstungen und verwunschenen Wäldern. Dies
und vieles mehr macht die Churburg aus. Ein verzauberter Ort, an
dem man zusammen mit den Kindern in einer authentischen mitteralterlichen
Umgebung unvergessliche Abenteuer erleben kann.
Wäre es nicht schön, der Phantasie einmal freien Lauf
zu lassen und sich zusammen mit Ihren Kindern in Ritter ohne Furcht
und Tadel zu verwandeln, mit Schwert und Armbrust bewaffnet im
Sattel. Auf der Churburg im Vinschgau ist das möglich. Die
von üppigen Wäldern mit einer vielfältigen Fauna
umgebene Burg ist ein Paradies für Kinder mit einem ausgeprägten
Vorstellungsvermögen und für Erwachsene die noch Lust
zu Träumen haben. Die Churburg wurde 1253 vom Bischof von
Chur in der Schweiz errichtet und ging dann an die Familie Matsch über,
die zu jener Zeit den Vinschgau beherrschte. Das Herzstück
der Burg ist die Rüstkammer, die weltweit die größte
private Waffenkammer ist. Die Kinder werden in den Bann der Erzählungen
der Führer über Kämpfe und Turniere gezogen und
beim Anblick der riesigen, schweren Rüstungen in der Waffenkammer
sprachlos bleiben. Sie werden sie sicherlich anprobieren wollen.
Zum Beispiel die Rüstung, die einst Matthaus Gaudenz, dem
vorletzen Nachkommen des Matscher Geschlechts gehört hatte.
Diese winzige Rüstung wurde angeferigt als Matthaus 10 Jahre
alt war und an einem Turnier für kleine Ritter teilnahm.
Die Besonderheit: Über
Matthaus Gaudenz erzählt man eine faszinierende Legende. Als
einziger männlicher Nachkomme der Familie, war Matthaus dafür
bestimmt, die Ländereien der Familie zu erben. Aber der junge
Graf hatte nicht vor, seine kindliche Zauberwelt zu verlassen.
Er bat seinen Vater um ein Jahr Zeit bevor er den Familienvorsitz übernehmen
sollte und schmückte in diesem Jahr den Laubengang der Burg
aus. Als ihm die Ideen ausgingen, ging er auf der Suche nach Inspiration
in das Nahe Matschtal, wo er eine Art Offenbarung hatte: Die Waldvögel
fingen an mit Matthaus zu sprechen und erzählten ihm viele
spannende Märchen, die er für seine Wandmalereien verwenden
konnte. Im Gegenzug dazu musste Matthaus ihnen verprechen, daß es
für ihr Gebiet ein Jagdverbot ausrufen würde. Er hielt
sein Versprechen und dekorierte den Laubengang mit Märchenfiguren
und Tieren aus den Erzählungen der Vögel. Ein Meisterwerk,
das man noch heute bewundern kann.
Nützliche Informationen: Vom
20. März bis zum 31. Oktober geöffnet.
Öffnungszeiten: 10-12/14-16.30 Uhr.
Montags geschlossen, außer an Feiertagen. Es gibt auch geführte
Rundgänge
Preise inklusive Führung: Erwachsene
8 Euro; Kinder von 6 bis 14, 4 Euro; Kinder bis 6 Jahren zahlen
nicht; Senioren und Studenten 7 Euro.
Parkplatz unterhalb des Schlosses. |