Testatina

Heilig-Geist Kirchlein und Pressknödel im Ahrntal

Das Ahrntal kann sich das Nordkap Italiens nennen und das liegt nicht nur an seiner geographischen Position, sondern vor allem daran, dass dieses in den Alpen eingekeilte Tal die Dinge zu ihrem Ursprung zurückzubringen scheint, als ob die geballte Schönheit dieser Region, alle Traditionen und Legenden hier oben ihren Ursprung gefunden hätten, im Schatten der Berge und im Schoße eines mystischen Kirchleins, das noch heute viele Geheimnisse birgt.

Das Ahrntal wird von vielen als das Skandinavien Italiens bezeichnet. Nur von hier aus kann man mindestens alle 4 bis 5 Jahre die seltenen Nordlichter sehen, aber das Ahrntal besitz noch andere Eigenschaften für seine Pilger und Erforscher. Nach Kasern, dem letzten Dorf des Tales, bevor man die Birnlücke oder den Dreiherrnspitz hinaufsteigt, wird der Weg zu einem Trampelpfad, bevor man sich wieder auf asphaltierter Straße befindet. Mindestens einmal im Leben sollte man dort gewesen sein, an dem Punkt wo die nördlichste Straße Italiens entsteht, an der man entlang alle Schönheiten und Schätze bis zum Mittelmeer verstreut sieht. An diesem Ort sollte man die Straße weiter bis nach Norden verfolgen, zu den Pässen, die man seinerzeit dafür benutzt hat, zu den Bergwerken Tirols bis nach Salzburg zu gelangen, denn nach etwa einem 20 minütigem Fußmarsch erreicht man den wohl mystischsten Ort Südtirols: das Heilig-Geist Kirchlein. Die Kapelle wurde im 8. Jahrhundert n.Ch. gebaut und ist somit die älteste im Ahrntal. Der Ausbau wird in das 15. Jahrhundert n.Ch. datiert und hängt wohl mit den geschichtlichen Begebenheiten zusammen. Es scheint, als ob der umliegende Boden eine Art unsichtbarer und nicht abgegrenzter Friedhof ist, wo die Wanderer ihre letzte Ruhestätte fanden, die ihr Leben in den Höhenwegen (Pässen) der Ahrntaler Alpen ließen. In der Kapelle findet man das sagenumwobene “durchschossene Kreuz”, ein von drei Kugeln durchbohrtes Kruzifix. Die Legende erzählt, dass ein übermütiger Schütze auf dem Weg zu einem Preisschießen seine Schießkünste an einem Wegkreuz ausprobierte. Mit Leichtigkeit gewann er den ersten Preis: einen Stier. Auf dem Heimweg aber soll bei genau diesem Wegkreuz der Stier wildgeworden sein und hat den Schützen mit seinen Hörnern aufgespießt.
Im 16. Jahrhundert wurde das Heilig-Geist Kirchlein von Nikolaus Cusanus eingeweiht und wurde bzw. ist eine der wichtigen Pilgerstätte.

Was man sich als Besucher des Südtiroler Skandinaviens nicht entgehen lassen soll, sind die einheimischen Spezialitäten. Genau wie das Heilig-Geist Kirchlein den zahlreichen Lawinen standgehalten hat, so sind auch die Ahrntaler Köstlichkeiten, die man selbst in der Provinz kaum kennt, noch nicht in Vergessenheit geraten. Blutnudeln, Pressknödel oder Graukäse sind nur einige dieser Köstlichkeiten. Pressknödel werden mit dem seltenen Graukäse zubereitet, der als höchste kulinarische Auszeichnung sogar die Slow-food Marke gewonnen hat. Dieser Käse, der ohne das Lab zubereitet wird ist in seiner reinsten und ursprünglichsten Form sehr selten und doch findet man ihn auf fast jeder Alm im Ahrntal. Doch wenn ihr die Hüttenwirte wirklich beeindrucken wollt und euch als Südtirolkenner zu erkennen geben wollt, dann fragen sie nach den Blutnudeln. Wenn sie dann noch den einheimischen Begriff “Schwoaßnudeln” benutzten, dann kann es passieren, dass dieser Hüttenwirt sie am Nordkap willkommen heißt.

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Foto: Archiv Ferienregion Tauferer Ahrntal

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