Schröpfen
Dieses Heilverfahren wurde um das 2. Jahrhundert in China entwickelt.
Hier wird es oft gemeinsam mit Akupunktur und Massagen eingesetzt.
Schröpfen wird hauptsächlich bei der Behandlung von rheumatischen
Erkrankungen, Atembeschwerden, Depressionen, Angstzuständen
und Schlaflosigkeit eingesetzt.
Sobald die zu behandelnden Stellen ausgemacht wurden, setzt der
Therapeut sogenannte Schröpfköpfe auf die unversehrte
und rasierte Haut. Diese Gefäße wurden ursprünglich
aus Bambus gefertigt, heute werden sie aus Glas oder Plastik hergestellt.
Durch diese Gefäße sollen die Faktoren, die für
das Ungleichgewicht verantwortlich sind: d.h. Säfte, angestautes
Blut und negative Energie, nach außen dringen.
Je nach dem Ergebnis, das man erreichen möchte, variieren
Intensität und Dauer der Anwendung. Um die angesammelten Flüssigkeiten
zu dränieren und gleichzeitig die Blutzirkulation zu fördern,
lässt man die Schröpfköpfe intensiver und für
längere Zeit einwirken. Doch schon nach einer kurzen, sanften
Behandlung wird der Energiefluss wiederangeregt.
Ursprünglich wurden die Schröpfköpfe mit warmer
Luft erhitzt, damit bei einem Kontakt mit der Haut Unterdruck entstand.
Heute werden Schröpfköpfe eingesetzt bei denen man die
Luft absaugen kann.
Die Schröpfköpfe werden mit der Öffnung auf die
zu behandelnde Stelle gelegt. Die Abkühlung der Luft führt
dazu, dass sich die vorhandene Luft zusammenzieht und der Saug-Effekt
entsteht, welcher die Grundlage für diese Behandlung ist.
Es gibt zwei Anwendungsarten beim Schröpfen: bei der ersten
bleiben die Schröpfköpfe an einer fixen Stelle. Bei der
zweiten, lässt man sie von oben nach unten über die (eingeölten)
Hautstellen gleiten, an denen sich jene Meridianpunkte befinden
welche für die Psyche zuständig sind. Die Blutzirkulation
wird dabei angeregt und die Haut erscheint deshalb leicht gerötet.
Das aktive Vorgehen ist bei Angstzuständen und Depressionen
zu bevorzugen.
Schröpfen in Südtirol:
| (Ulten) |
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| (Rodeneck) |
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