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Handbemalte Schützenscheiben aus Holz

Die Ursprünge der handbemalten Oberbozener Schützenscheiben gehen auf das 16. Jahrhundert zurück, als sich am Ritten die Mode verbreitete auf Scheiben aus Holz oder Pappe zu schießen. Ursprünglich sollten die regelmäßigen Schießübungen zum Schutz der Heimat dienen, gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurden sie aber nur mehr der Geselligkeit wegen, vom Bozner Bürgertum gepflegt.

Im Jahre 1511 einigten sich Kaiser Maximilian I, die Bischöfe von Trient und Brixen und die Grafschaft Tirol, junge Männer zu rekrutieren, die mit einem kleinen Jagdgewehr mit gezogenem Lauf – dem Stutzen- ausgestattet wurden um die Täler zu verteidigen.

Üblicherweise fanden die Exerzitationen sonntags oder an Feiertagen vom Frühling bis zum Spätherbst statt und als Preis gab es Geld oder Naturalien zu gewinnen, die von Landesherren, reichen Privatmännern oder Vereinen zur Verfügung gestellt wurden. Diese feierlichen Schießübungen waren auch ein Vorwand das Zusammenleben zu stärken, die Schießstände befanden sich meist außerhalb der Dörfer aber in der Nähe von Gasthäusern, wo die Schützen Aßen, Tranken, Karten- und Kegelspielten.

Im Jahre 1668 gründeten die Bozner Sommerfrischlern die „Oberbozner Schützengesellschaft“, zusammengesetz aus wohlhabenden Boznern. Dass es mehr und mehr zu einem Zeitvertreib für Gutbürgerliche wurde zeigt sich auch daran, dass die Schützenscheiben im Laufe der Zeit immer kunstvoller gestaltet wurden. Es waren regelrechte Kunstwerke die auch bei Hochzeiten, Jahrfeiern und anderen Anlässen zur Verwendung kamen.

Heute werden die handbemalten Schützenscheiben immer noch bei Schießwettbewerben, Volksfesten, oder als Preis eingesetzt. Nicht selten schmücken sie Tiroler Stube.


Foto: Archivio Casanova

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