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LEONHARD oder LIENHART VON BRIXEN


In den Archiven des Brixner Doms sind Belege für zwischen 1460 und 1474 erfolgte Zahlungen an Leonhard von Brixen dokumentiert. Dies führt zur Annahme, dass Leonhard zwischen 1460 und 1472 mit der Ausmalung des Chorraumes des Doms und anliegender Gebäude beauftragt wurde. Leider sind diese Arbeiten verloren gegangen. Es sind aber andere Auftragsarbeiten des Künstlers erhalten. Mit dem Werdegang des Künstlers haben wir uns schon in der Rubrik Bildhauerei beschäftigt. Unter seinen zahlreichen Arbeiten als Maler erinnern wir an eine „Pietà“ von 1443, die im Kreuzgang des Brixner Doms (siebte Arkade); die Fresken von 1489 in der Georgskirche von Tesido im Trentino; jene die zwei Jahre später im Castel Bragher angefertigt wurden; eine Reihe von Tafeln mit sakralem Thema, die sich in verschiedenen Europäischen Städten befinden (darunter Budapest und Wien); einige Freskomalereien, die er zusammen mit Hilfskräften um die Mitte des 15. Jahrhunderts in der romanischen Kapelle des Heiligen Sylvester (Innichen). Am Triumphbogen dieser Kapelle finden wir: rechts die Heiligen Peter und Paul zusammen mit zwei Bischöfen und links die „Madonna mit dem Kind und vier Heiligen“ (Sylvester, Nikolaus, Kandid und Korbinian). Auf der Innenseite des selben Bogens sind zwei Engel dargestellt, die ein Tuch mit dem „Heiligen Antlitz“ halten. Hinter dem Altar finden wir: die „Ankündigung“, „Christi Geburt“, die „Anbetung der Heiligen“ und die „Vorstellung im Tempel“. Die Symbole der Kirchenväter befinden sind auf das Gewölbe gemalt. In den Ausschmiegungen der Fenster sind Maria und die Heiligen Katharina und Dorothea dargestellt. In einem anderen Freskenzyklus, der ebenfalls mit Hilfe von Mitarbeitern entstanden ist, wurde im kleinen Gebäude von St. Johann in Mellaun bei Brixen wieder gefunden. Leider wurden diese Arbeiten 1873 von Heinrich Kluibenschedel nachgebessert und vervollständigt. 1474 ist das Fresko an der Fassade der Georgskirche in Vahrn entstanden, auf dem man die Krönung Marias erkennen kann. In der Kirche von Lajen ist erst kürzlich ein Fresko das von Schülern Leonhards ausgeführt wurde zum Vorschein gekommen. Es befindet hinter dem linken Seitenaltar und stellt einen heiligen Bischof dar. In der Spitalskirche von Sterzing wurden wichtige Fresken, darunter ein bemerkenswertes „Jüngstes Gericht“ wieder entdeckt.

Im Bozner Stadtmuseum werden einige Tafeln aufbewahrt, die sich ursprünglich in der Kirche von Felthurns befanden. Sie stellen eine „Anbetung der Heiligen“ und eine „Ankündigung“ dar. Die Spiritualität der „Internationalen Gotik“, welche die Kunst vieler Europäischer Meister, wie Gentile da Fabriano (ca. 1370-1427) charakterisiert, sind vor allem in jener „Anbetung der Heiligen“ erkennbar, die Leonhard zwischen 1450 und 1460 gemalt hat und die sich in der Österreichischen Galerie in Wien befindet. Die Tafel war Teil eines Flügelaltars. In den harmonisch gegliederten Linien, die zart, mit poetischer Grazie ausgemalt sind, erkennen wir die Liebe zum Detail des Meisters, der mit der scharfsinniger Naivität eines mittelalterlichen Miniaturisten vorgeht.

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