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SCHLOSS RUNKELSTEIN


Etwas außerhalb von Bozen, am Eingang des Sarntals finden wir eines der pestigeträchtigsten zivilen Gebäude dieser Epoche: Schloss Runkelstein.

1237 erhielten Friedrich und Beral von Wanga vom Bischof von Trient die Erlaubnis auf dem steil aufragenden Porphyrfelsen am Eingang des Sarntals, "runchenstayn" genannt, eine Wehranlage zu errichten. Vierzig Jahre später wurde das mittlerweile verfallene Schloss von Nikolaus Vintler erworben und wieder aufgebaut. Das Sommerhaus und der Palas in dem sich der umfassendste profane mittelalterliche Fresenzyklus Europas der Alltagszenen aus dem höfischen Leben darstellt und der Runkelstein den treffenden Beinamen "Bilderburg" gibt stammt aus dieser Zeit. Im 15. Jahrhundert wurde es von Herzog Sigmund neu befestigt und erweitert. 1503 beauftragte Maximilian I., der neue Besitzer von Runkelstein, Friedrich Pacher mit der Restaurierung der Malereien.

Die ältesten Malereien nehmen einigen Säle des ursprünglichen Palais ein. Andere befinden sich im so-genannten Sommerhaus, das zur Zeit der Vintler errichtet wurde. Die Fresken im Palais, die sich erhalten haben befinden sich im „Turniersaal“, im „Badestube“ und im „Saal der Liebespaare“.

Der „Turniersaal“ weist am der Nordwand eine große Schlachtszene auf, in der man Ritter sieht, die sich in die Sattel von weißen Streitrössern schwingen. Elegante Mädchen betrachten die Szene durch die Bögen einer prunkvollen Loggia. Unter dieser Komposition finden wir ein breites malerisches Register mit Edelfrauen und Rittern, die an einem höfischen Tanz teilnehmen. An der Westwand sieht man einige Jagdszenen und an der Ostwand wird das Thema des Fischens ausgeführt, dem sich Burgfräuleins und junge Herren widmen.

Die Malerei in der „Badestube“ beschreibt eine Loggia mit Flachbögen die von schlanken Säulen gestützt werden. Verschiedene Zuschauer zeigen sich zwischen den Bögen. Unter der Loggia verläuft ein aufgemalter Drap mit Hirschen und Adlern in heraldischer Stellung. Ober der Bogenreihe befinden sich medaillenförmige Mäander, in die überlappte Motive eingearbeitet sind und die die Figuren umsäumen. Zu der darauf folgenden Epoche gehören die Figur einer Edelfrau mit einem langen, blonden Zopf die eine Krone in der Hand hält und ein Falkner in Strumpfhosen. Beide Figuren gehören dem frühen 16. Jahrhundert an und werden MARX REICHLICH zugeschrieben. Traditionell soll die „Dame mit Krone“ an Margarete Maultasch, die Gräfin Tirols, die nach dem Aussterben des Geschlechts Mainhards II. Güter und Rechte an Rudolf IV. von Habsburg abgab, darstellen.

Die Malereien sind aus der Hand verschiedener Künstler entstanden, aber das Gesamtbild erscheint harmonisch da die unterschiedlichen Maler offenbar dem selben Leitfaden gefolgt sind. Die höfischen Zeichnungen sind gefällig voller Bewegungen. Die Farben sind warm und von einer angenehmen Musikalität, auch wenn dies nicht ausreicht, eine dichte Volumetrie entstehen zu lassen. Hier machen die Künstler ihr Beobachtungsgabe offenkundig. Ihre Arbeiten sind weit von den stereotypen Schemen der mittelalterlichen Ikonographie entfernt. Das beweist, dass an der Basis der Kompositionen vorbereitende Studien standen, und das wenigstens Skizzen entstanden sind, um kohärente Szenen erzählen zu können, die dem täglichen Leben so nahe wie möglich waren. Es ist also eine Kunst, die sich von den Metaphern und Symbolen abgewandt hat und sich nun, innerhalb bestimmter Grenzen, der objektiven Realität des Höfischen Lebens widmet.

Die Fresken im „Sommerhaus“ sind später entstanden. In den Malereien in der Loggia kann man die Symbole der freien Künste und römisch angehauchte Büsten, sowie Szenen aus dem Poem von Vigolao erkennen.

Im Gang ober der besagten Loggia sind mythologische Figuren, sowie Helden, wie Hektor Alexander, König Artus, David, Karl der Große Tristan abgebildet. Im so-genannten „Tristan-Zimmer“ sind unter der Decke Motive aufgemalt, die am berühmten Ritterepos „Tristan und Isolde“ inspiriert sind. Das ganz ist in monochromen Tönen von grüner Erde gehalten, während die so-genannten „Leuchten“ durch eine weiße Grundierung entstanden sind. Der Zyklus ist sehr gut erhalten, aber er wurde im 16. Jahrhundert fast vollständig übermalt. Im „Garel-Zimmer“ hat ein anonymer Maler die Wappen von Maximilian I. und seiner Frau Maria von Burgund, das Wappen der Herren von Tirol sowie dreizehn Szenen aus dem damals sehr beliebten Ritterepos „Garel von dem Blühenden Tal“ angefertigt. Diese Malereien sind nur sehr schlecht erhalten, einige wurden sogar abgenommen. Die Qualität der Arbeit lässt zu wünschen übrig, da es der Künstler offensichtlich nicht geschafft hat sich über die Mittelmäßigkeit die durch Erneuerunugen der Zeit Maximilians noch demütigender erscheint hinwegzusetzen.

Um die Fresken im „Sommerhaus“ aus dem „trecento“ zuzuordnen, ist es nicht gewagt anzunehmen, dass es kulturelle Verbindungen mit der Lombardei gegeben hat, vor allem was die naturalistischen Themen anbelangt. Auch hier ist das ästhetische Niveau nicht so hoch, dass man ins Schwärmen geraten könnte und der Gesamteindruck ist recht schwach.

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