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Geschichte und Entwicklung der Energieproduktion in Südtirol - Alto Adige: von 1950 bis 1995

1950 – 1963 - Die ständig wachsende Stromnachfrage während des Industrialisierungsprozesses fordert den Umbau bereits bestehender Anlagen. Die Begrenzung der technischen Entwicklungen der damaligen Zeit, veranlasst die Stromerzeuger immer wieder zur Planung neuer Staubecken in Südtirol. Erst nach dem schweren Unglück im Vajont, in der Provinz Belluno, wird der Gedanke nach neuen Stauseen im Nordosten Italiens endgültig aufgegeben.

1962 - Durch die Entstehung der staatlichen Energiebehörde ( ENEL) wird der Prozess der Verstaatlichung der Energieproduktion eingeleitet. Alle Stromerzeugenden Betriebe mit Ausnahme der Eigenerzeuger und kommunaler Betriebe gehen zwangsmäßig an ENEL über. Dies betrifft auch die in Südtirol tätigen Gesellschaften (Edison, SADE, SIP, SME) welche ihre Kraftwerk an ENEL verkaufen.

1972 - Das Autonomie-Statut für Südtirol weist der Landesverwaltung eigene Kompetenzen im Energiesektor zu. Die Durchführungsverordnung schafft die Voraussetzungen für die Gründung einer landesinternen Gesellschaft für die Gewinnung und die Lieferung von elektrischer Energie. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wird erst 1977 verabschiedet: jetzt steht der Gründung einer Südtiroler Energiegesellschaft nichts mehr im Wege.

1990 – 2005 - In Südtirol entstehen zahlreiche Fernheizwerke (Bruneck, Sexten, Klausen, Prad am Stilfserjoch usw.) 1992 : die Energiepolitik Italiens erlebt einen neuen Richtungswechsel: der nationale Markt für elektrische Energie soll privatisiert werden. ENEL wird zu einer Aktiengesellschaft deren Tätigkeiten auf eine Gruppe von drei Gesellschaften („GenCo“)verlagert werden. Private Betreiber dürfen erneut Strom erzeugen und auf nationaler Ebene vermarkten.

1994 - In Rasen Antholz entsteht das erste mit Biomasseanlage gekoppelte Fernheizwerk. Im Jahr 2004 steigt die Zahl der Blockheizkraftwerke (auch “KWK” = Kraftwärmekopplung genannt) in Südtirol auf 25 Einheiten; der wachsende Trend wird auch in den Folgejahren beibehalten (2005 befinden sich weitere 7 Anlagen im Bau).

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