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Die Viles bei La Val (Stern) und das Sankt-Barbara-Kirchlein

Fernab vom ausgelassenen Treiben des Jet-sets in Alta Badia hat der Stern (ladinisch La Val) seine Authentizität erhalten können. Anhand von findigen Strategien haben die Talbewohner ihre 2000 Jahre alte Kultur und Tradition bewahrt. Ein Aufenthalt im Gadertal ist eine Entdeckungsreise in das intakte Herz der Dolomiten und bietet gleichzeitig einen Einblick in die einzigartige Lebensweise seiner Bewohner.

Die ersten Kilometer der Gadertaler Straße, wenn man bei St. Lorenzen einbiegt, winden sich durch Waldlandschaft entlang der engen Gaderschlucht. Die jüngst fertig gestellten Straßentunnels haben es ermöglicht, gefährliche Straßenabschnitte zu meiden und trotzdem vermitteln einem die steilen Felswände einen bedrohlichen, abwehrenden Eindruck. Für potentielle Eindringlinge, wie zum Beispiel die römischen Legionäre muss dieses Naturschauspiel recht abschreckend gewirkt haben. Das raue Aussehen verdankt das Tal unverfälschten Charakter, seine uralte Sprache und die archaischen Struktur seiner Dörfer. Einige Jahrhunderte später verwandelte der furchtlose Tourismus das Tal in eines der berühmtesten Skigebiete der Welt. Nur zwei Seitentäler wurden vom Bau von Skiliften und dem Eingriff verschiedener Architekten verschont und haben ihre ursprüngliche Landschaft erhalten können. Es ist als ob die Eindringlinge noch draußen vor dem Taleingang lauerten, neugierig zu erfahren, ob auf diesen Bergen wirklich Menschen wohnen. Diese kleinen Täler heißen La Val (Stern) und Longiarú die auch von wissenschaftlichem Interesse sind: Historiker, Geologen, Genetiker und Sprachforscher sind von diesen zwei Tälern fasziniert.

Von besonderem Interesse sind die Siedlungsformen, Viles genannt. Sie sind Beispiele  für die romanische Dorfstruktur, die seinen Bewohnern erlaubte die spärlichen Ressourcen zu nutzen und gleichzeitig als Schutz gegen mögliche Angriffe bot. Die Viles sind Häusergruppen die annähernd kreis-, oder halbkreisförmig aufgestellt sind, in der Mitte befinden sich ein Brunnen, ein Brotbackofen und oft auch ein Geräteschuppen zur gemeinschaftlichen Nutzung. Auch die Schmiede, die Tischlerei und der Geräteschuppen stand allen offen. Dadurch wird klar, dass die Bewohner der Viles, abgeschnitten von der Welt und dem Lauf der Geschichte für sich selbst sorgen mussten. Diese Struktur ist einzigartig für Südtirol und dem Trentino. Es ist ein Zwischenweg zwischen dem geschlossenen Hof (typisch für Südtirol) und den borghi, den Trentiner Weilern dar. Viele Bauernhöfe in diesen Viles sind mehrere Jahrhunderte alt und haben eine Bauform beibehalten, die fast 2 Jahrtausende alt ist. Das Geheimnis der Viles liegt genau in der Abgeschiedenheit die sie beschützt und erhalten hat, während die Welt draußen finstere Zeiten durchmachte. Wer vor hat seinen Urlaub oder auch nur ein paar Tage hier zu verbringen, wird lernen mit der Stille und der Ruhe umzugehen, aber vor allem saugt man sich die Lungen und die Augen voll mit einer Welt, die sich langsamer bewegt, mit reiner Luft und einem Himmel im stetigen Wechsel. Wer weis, wie lange es diese Perlen noch geben wird, auch aus diesem Grund ist dies fast schon ein Pflichtbesuch.

Sehenswertes
setzt euch auf die Bank vor dem Sankt-Barbara-Kirchlein, während die Sonne hinter dem Sass de Putia untergeht und auf einem Stück Papier einen Wunsch hinterlassen.

Eine Rast am Ciornadù-Hof gestaltet sich für Kinder und Erwachsene gleichermaßen angenehm. Die Kinder können sich im Streichelzoo vergnügen während die Erwachsenen die unvergleichliche Aussicht auf das gesamte Tal und die traditionelle Kost genießen.

Info
unsere Wanderung dauert etwa zwei bis zweieinhalb Stunden. Man startet bei der Pfarrkirche von Stern und geht vorbei an den Weilern Cians, Ciampëi, Biëi, Runch, Ciablun und Tolpëi.

Verkehrsbüro Stern (im Rathaus)
Tel 0039 0471 843072
laval@altabadia.org


Foto: Casanova

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