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Die Vinschger Waalwege in der Nähe von Schlanders und Latsch

Im Herzen der Alpen gibt es Landschaften, bei deren Sicht man sich eher in Sizilien oder in Sardinien als in Südtirol wähnt. Wenn die großen Niederschläge es nur schwer über die größte Gebirgskette Europas schaffen und der Regen sich rar macht, dann wird die Landschaft steppig und karg, so wie der Vinschgauer Sonnenberg es ist. Seit dem Mittelalter haben die Menschen hier mit einem einfachen aber wirkungsvollen Bewässerungssystem gegen den Wassermangel angekämpft. Entlang dieser „Waale“ verlaufen heute einige der schönsten und romantischsten Wanderwege Südtirols.

Der Vinschgau hat nie von der Beliebtheit der Dolomiten oder dem Süden Tirols profitiert. Kein Wunder, denn seine Schönheit ist etwas für Kenner und Erkunder mit raffiniertem Geschmack. Jene welche, den Reiz dieser kontrastreichen Landschaft erkennen, wo die sanften Hänge, an denen die berühmten Vinschgauer Äpfel angebaut werden (zwischen denen vereinzelt auch wilde Pflaumenbäumchen gedeihen) übergehen, zu spitzen Bergkämmen und Gletschern. Auch die Gebäude sind recht unterschiedlich: sie reichen von mittelalterlichen Burgen, über abgeschiedene Bauernhöfe zu den zauberhaften Dörfer, die im Talboden verteilt sind. Auch das Wetter hat hier seine Eigenheiten: im Tal werden jährlich nur etwa 500 mm Niederschlag im Jahr gemessen, auf den Bergen, die so hoch sind, dass sie die Wolken aufhalten, misst man im selben Zeitraum über 3000 mm Regen und Schnee. Am Ursprung dieser „Waalwege“ stand genau diese ungerechte Verteilung der Wasserressourcen: überreichlich wo es nicht nötig ist und knapp, dort wo der Mensch mit dem Überleben zu kämpfen hatte. Die Besonderheit, die diese Wege ausmachten, ist die Vereinigung zwischen den Kanälen, in denen das Wasser den Zeitablauf bestimmt und die Luft mit seinem beruhigendem Plätschern füllt und dem sanften Gefälle des Weges. Das Wasser verläuft abwechselnd durch ausgehöhlte Baumstämme und durch moosige Kanäle, an deren Ufer eine üppige Vegetation und seltene Blumenarten gedeihen.

Die meisten Waalwege sind zwischen zwei und zehn Kilometer lang. Sie stellen meist eine Verbindung zwischen den zwei Extremen, die das Tal ausmachen, dar. Einerseits die unberührte Natur und andererseits kleine Oasen menschlicher Wärme, die man an den harmonisch angelegten Äckern erkennt. Der Vinschgau ist von Schluderns bis zur Töll bei Meran von Waalwegen durchzogen. Wir empfehlen zwei davon in der Nähe von Schlanders, bei denen die Widersprüche des Tales am Besten zum Vorschein kommen. Der erste ist der nur etwa 2 Kilometer lange „Laaser Leitenwaal“. Er beginnt bei der Allitzer "Waalerhütte" und führt durch Wiesen und Obstanlagen am Fuße der versteppten Laaser Leiten, entlang bis zum Loretzboden oberhalb des Sportplatzes von Laas. Der Waalweg ist mit einem Lehrpfad kombiniert. Der Waal führt von April bis September Wasser. Der zweite ist der „Ilswaalweg: von der Schlandraunschlucht ausgehend, führt der Weg zuerst durch steile Felswände, dann durch Mischwald, Obstgüter und Kastanienhaine bis hin zum St.-Ägidius-Kirchlein oberhalb von Kortsch. Das Wasser füllt den Waal von März bis September.


Foto: Casanova

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