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BILDHAUEREI


Die Arbeit der Holzschnitzer und der votiven Manufakturen geht unverändert und weiter. Mit der Einführung des Pantographen und anderer spezifischer Geräte die die Bearbeitung des Holzes denkbar vereinfachen bieten die Möglichkeit der Massenherstellung jener Figuren die Schaufenster und Verkaufsstände jeglicher Art zieren werden.

Viele Holzschnitzer mit einer guten handwerklichen Ausbildung wenden sich von dieser monotonen, einfältigen Arbeit ab und widmen sich kreativerem Schaffen. Hier werden nur einige der vielen Künstler die sich für diesen Weg entschieden haben aufgezählt.

Ein Schnitzer von hohem künstlerischen Niveau ist sicherlich der in Meran geborene HERMANN STEINER. Er ist der letzte Nachkomme einer langen Schnitzer- und Bildhauerdynastie. Er lernt sein Handwerk zuerst in seiner Stadt und begibt sich dann nach Paris und Brüssel. 1903 vertritt er Österreich-Ungarn in der Weltausstellung von Saint-Louis in Amerika. Nach dieser Erfahrung entschließt der junge Steiner die Tradition und die alten Thematiken à la Defregger hinter sich zu lassen. Nach einer Annäherung an die Welt der „Belle époque“, widmet er sich in seiner Arbeit verstärkt sozialen Themen. Er hat in Amerika Hunger, Rückständigkeit und Elend gesehen. So entsteht 1907 eine seiner ausgereiftesten und bedeutendsten Arbeiten: „Der Freiheitszug“. Das Hochrelief wurde in ein linsenförmiges Paneel aus Birnenholz (von riesigen Ausmaßen, 5 x 1,2 m) gehauen. Am Horizont kann man verschwommene Spuren von Barrikaden erkennen während sich die verlassene Menschheit in einem Albtraumszenario zum Marsch aufmacht. Man sieht Frauen, Männer und einen sterbenden Christus der über die Köpfe der Masse wogt. Man sieht umgekehrte oder zerbrochene soziale Symbole, Kinder die sich an die Brüste ihrer verzweifelten, vielleicht schon toten Mütter klammern, Mädchen die zu Tode erschrocken flüchten; und, etwas abseits, Menschengruppen denen man das Leid das sie durchgemacht haben ansieht, die sich aber voller Zuversicht an den Wiederaufbau machen. Es sind Hunderte von psychologisch definierten Gestalten von einem geduldigem Können zeugen. So öffnet sich vor uns eine Welt die ihren verzweifelten aber hoffnungsvollen Zug nach nach Freiheit und Gerechtigkeit fortführt. Die Bedeutung dieses großzügig angelegten Werks, kann mit dem alten Dilemma zwischen den konservativen und den innovativen Kräften, des Aufzeigens des Versagens der alten Embleme erklärt werden.

Nach dieser Komposition die 1920 fertiggestellt wird, beschäftigt sich der Bildhauer weiter mit Allegorien. Es entstehen „Der Frühling“ und die erschütternde Reihe „Hunger“.

Steiner liebte das Leben und seine Geschöpfe, das wird auch aus seinen Werken ersichtlich. Sie zeugen vom Menschlichen Dasein in der Tragik, der Freude, der Hoffnung und der Illusion. In Birnen- oder Buchsbaumholz geschnitzt finden wir die Darstellung des Menschen in den verschiedenen Lebensabschnitten, oft von gezeichneten oder liebkosenden Händen symbolisiert. Man findet viele Kinder-, Mädchen und Greisengesichter die von den Bildern lächeln, seufzten oder schreien. Sie erinnern oft an die ungestümen Werke DONATELLOS (Florenz, 1386 – 1466) bei denen die „Bewegungen frei und ununterbrochen sind. Es ist eine mythische Vision, in einer Lebenstrunkenheit die dem Gott Bacchus zu huldigen scheinen.

ANDERE WERKE HERMANN STEINERS:
1 – EPIDEMIE (1920-30) – Birnenholz – 43x33x26 cm
2 - KOPFSTUDIE – Birnenholz – 56x36x24 cm
3 - GLEICHHEIT – Birnenholz – 60x22x22 cm
4 – GEBURT – Basrelief in Birnenholz – 23x32 cm
5 – ADAM UND EVA – Birnenholz – 25x21x12 cm
6 – DER TRIUMPH CHRISTUS‘ (1935) – Birnenholz – 51x25x12 cm
7 – DREI PROPHETEN - Basrelief in Birnenholz – 35x25 cm
8 – CHRISTUS DER PREDIGER - Basrelief in Birnenholz – 22x26 cm
9 – HEILIGE CAECILIA - Basrelief in Birnenholz – 25x36 cm
10 – JESUS UND DIE EHEBRECHERIN (1908) - Hochrelief in Birnenholz – 105x78 cm
11 – DER HUNGER – Rundplastik in Birnenholz – 61x32x26 cm. Stellt eine ein Kind stillende Frau in einem weiten Kleid des neunzehnten Jahrhunderts dar. Hinter ihr steht ein auf die Knochen abgemagerter verzweifelter Mann der einen Schrei zum Himmel ausstößt während er die Frau mit übermenschlicher Kraft die Frau schützend umarmt hält.
12 – DER HEILIGE FRANZISKUS – Basrelief in Birnenholz – 21x25x13
13 – SATYRENFAMILIE – Buchsbaumholz – 20x31x22 cm
14 – SPRING – Rundplastik in Birnenholz – 43x30x23 cm. Stellt ein Unzahl von Putten dar, die wolkengleich gen Himmel schweben.
15 – DAS TRIPTYCHON – Basrelief auf Sockel – 66x113 cm. Ist ein dreigeteilter Fächer mit gemodeltem Rahmen dar. Es ruht auf einem rechteckigem Sockel von 50x36 cm. In der Mitte der Komposition ist Christus am Kreuz zwischen Maria und Johannes dargestellt. Der rechte Abschnitt stellt „Jesus am Olivenberg“ dar während am linken Abschnitt eine stark zusammengedrängte „Verehrung der Hirten“ abgebildet ist. Die Basis stützt sich vorne auf kleine Putten und hinten auf Akanthusblättern. Alle drei Tafeln sind vom Künstler signiert.
16 – KÜNSTLERHAND – Birnenholz – 36x17x18 cm
17 – BAUERNKÖPFE - Basrelief in Birnenholz – 38x25x18 cm
18 – SATYRENFAMILIE (1926) – Birnenholz – 20x28x23
19 – DER HEILIGE HIEROLAMUS - Basrelief in Birnenholz – 20x16 cm
20 – MUTTERGLÜCK/FREUDE – Basrelief in Buchsbaumholz – 17x26
21 – FRUCHTBARKEIT - Basrelief in Buchsbaumholz – 26x18 cm mit schwarzem Rahmen. Stellt eine junge, nackte Frau dar um die sich fröhliche gelockte Kinder scharen deren Züge an die Werke der Della Robbia erinnern.
22 – UNBEFLECKTE JUNGFRAU MARIA – Basrelief in Birnenholz – 10x20 cm
23 – DIE VERFÜHRUNG – Birnenholz – 26x12x9
24 – PORTRÄT VON ADELE STEINER PERLMUTTER (Frau des Bildhauers) - Basrelief in Birnenholz – 10x17 cm
25 – SELBSTBILDNIS - Basrelief in Birnenholz – 10x17
26 – MUSENENGEL - Basrelief in Buchsbaumholz – 22x17 cm
27 – DER HEILIGE ANTONIUS UND DAS KIND – ovales Basrelief in Buchsbaumholz, schwarzer Rahmen - 12x16 cm
28 – MUTTERLIEBE – Basrelief in Buchsbaumholz – 11x13 cm, schwarzer Rahmen. Schulteransicht einer nackten Frau die liebevoll ein zartes Kind in den Armen hält. Andere, größere Kinder nähern sich neidisch.
29 – DER LEBENSBAUM – Buchsbaumholz – 33x17x21 cm
30 – MASKEN - Basrelief in Buchsbaumholz – 18x5 cm
31 – FRAUENPORTRAIT - Basrelief in Buchsbaumholz – 4x7 cm
32 – DIE ORGIE – Hochrelief in Buchsbaumholz – 63x42. Der Tod spielt ungestüm mit einem zerbrochenen Bogen auf einem Instrument. Dazu tanzen Pärchen leidenschaftlich – vielleicht zum letzten Mal in ihrem Leben.

In dieser ausschließlichen Männerwelt taucht endlich eine Frau auf: MARIA DELAGO, geboren in St. Leonhard in Passeier (1902 – 1979). Nachdem sie die Kunstgewerbeschule in Wien besucht hat, ist sie vier Jahre lang Schülerin des Bildhauers Pawlony und des Professors Hanach. Danach besucht sie zwei Jahre lang die Königliche Akademie in München, und perfektioniert ihre Zeichenkunst bei Olaf Gulbransson (Oslo 1873 – Tegernsee 1958). Der norwegische Zeichner und Maler gilt als einer der bedeutendsten Graphiker des Jugendstils. Sie geht nach Holland wo sie beauftragt wird dekorative Motive für eine neue Kirche in Schiedom zu entwerfen. Nachdem bekommt sie verschiedene Aufträge in Österreich und der Schweiz (Kreuzweg von Boswill). Nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnet sie ein Atelier in Bozen, in dem sie vor allem votive Figuren für Südtiroler Kirchen und Kapellen herstellt. Sie hat an vielen Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen, zum Beispiel jene die 1978 Innsbrucker Ferdinandeum eröffnet wurde und die den Tiroler Künstlern des 20. Jahrhunderts gewidmet war. 1963 wird ihr der Walther-von-der-Vogelweide-Preis verliehen. Im Oktober 1995 wurde auf Schloss Maretsch Gruppenausstellung eröffnet („Itinera“ – Wege der lokalen Kunst, organisiert vom Assessorat für italienische Schule und Kultur) in der 16 Jahre nach ihrem Tod auch Delagos Werke vertreten waren. Es wurden Arbeiten ausgestellt die von ihrer Liebe zu der Kunst von Donatello, Della Robbia, Verrocchio und dem in Watte gepackten Existentialismus Piero della Francescas: „Frau mit Schlüssel“ (Bleistift auf Papier); „Frau mit Tuch über den Händen“ (Terrakottaskulptur); „Heilige Chrispinus und Chrispian“ (Bronzeskulptur).

Zahlreichen Meistern sollte hier gehuldigt werden. Besondere Aufmerksamkeit verdient der Bildhauer LUIS PIAZZA der 1908 in St. Ulrich/Gröden geboren wurde. Von seinem Vater wird er in das Handwerk eingeführt, das er an der Kunstschule St. Ulrichs weiter vertieft. Als er Lehrer für Skulptur wird tritt er der Gruppe „Ruscel“ bei. Für seine plastischen Werke arbeitet er mit „bellerofon II“, ein schwarzer Kalkstein den man in Gröden findet. Aber er widmet sich nicht nur der Skulptur, sondern auch der Aquarell- und Landschaftsmalerei, Holzschneidekunst und der Zeichnung. Unter den wichtigsten Ausstellungen erwähnen wir die Triennale in Mailand (1940) und die Kunstsyndakale in Bozen (1942). Wie an Delago, wurde auch an Piazza in der Retrospektive Itinera (Bozen, Schloss Maretsch, 4.-28. Oktober 1995) erinnert. Die ausgestellten Arbeiten haben den Charakter dieses Bildhauers von sicherem Temperament unterstrichen, der nüchterne aber zugleich kraftvolle und leidenschaftliche Plastiken hinstellt. Die Skulpturen zeugen von einem Archaismus für den sie von Arturo Martini (1889 – 1947) geschätzt wurden: „Madonna mit Kind“ (Porphyrskulptur); „Die vier Evangelisten“ (Basrelief in Porphyr); „Hl. Franziskus“ (Basrelief in Porphyr). Luis Piazza starb 1977 in St. Ulrich.

Wir haben gesehen, dass das Bozen der 30er Jahre von einer Fülle von vom faschistischen Regime veranlassten architektonischen Neuerungen überwältigt wurde die Bozen das Aussehen einer italienischen Stadt verpassen sollten. Unter den zahlreichen Neubauten, weist das ex- Casa del Fascio, in dem heute die Finanzämter untergebracht sind eine Architektur auf die sich von den am meisten verbreiteten Stereotypen abhebt. Paolo Rossi und Luis Plattner, die Architekten denen dieser Auftrag erteilt wurde, wurden bei dem plastischen und ornamentalen Teil von dem Klausner Künstler HANS PIFFRADER (1888 – 1950) unterstützt. Zwischen 1907 und 1911 hat Piffader an der Kunstschule in Innsbruck studiert. Nach dem Fall der Donaumonarchie besucht er drei Jahre lang Kurse an der Wiener Akademie und ordnet sich bald im Klima der Secession und des Jugendstils ein. Ihm hat man die Gründung des Südtiroler Künstlerbundes zu verdanken, dem er vorsitzt. Er lässt sich in Bozen nieder und übt außer der Tätigkeit des Bildhauers auch die des Zeichners aus und schafft Werke die oft in das Dramatische und in das Makabre abschweifen, vielleicht um die unauslöschlichen Kriegserinnerungen zu verarbeiten.

Die große Chance des Künstlers war die Mitarbeit am Casa del Fascio, das 1939 fertiggestellt wurde. Hierfür soll Piffrader ein monumentales Basrelief anfertigen, das die gesamte Fassade wie eine auf den Platz geöffnete Bühne beherrscht. Den hierarchischen Mittelpunkt stellt eine Reiterfigur Mussolinis dar; daneben die historischen Motten „Glauben, gehorchen und kämpfen“ mit den Kürzeln der faschistischen Organisationen jener Zeit. Die Komposition ist auf zwei Register aufgeteilt. In einem siegessicheren Klima scharen sich allegorische Figuren von Soldaten, Bauern und Arbeitern um den „Duce“ und preisen die Ruhmesblätter (Fasti) des 20-jährigen Bestehens des Faschistischen Regimes.

Ab 1924 Piffrader nahm an zahlreichen Ausstellungen teil, viele davon wurden in Bozen selbst aufgebaut. Er stirbt hier 1950. Die Berufung zur Bildhauerei war in Südtirol weit verbreitet und geht auf die jahrhundertealte Tradition der Holzschnitzerei zurück. Von den zahlreichen Künstlern die sich der Bildhauerei gewidmet haben stechen meiner Meinung nach vor allem die folgenden Persönlichkeiten hervor:

THERESA GRUBER – die Tochter eines Architekten der auf sakrale Kunst spezialisiert war, wurde am 4. Juli 1897 geboren. Nachdem sie die Akademie der schönen Künste in Bologna mit einem Diplom in Bildhauerei abgeschlossen hat (1926), erhält sie drei Jahre später die Zulassung zum Lehramt. Sie unterrichtet an den Wissenschaftlichen Gymnasien in Meran und Bozen.

Unter den ersten Skulpturen Grubers gehört ein Triptychon aus Marmor für den St.-Josefs-Altar in der Basilika zum Heiligen Franziskus in Bologna und der Grabstein Albrecht Waldners in Brixen (1929). Es folgen viele Büsten, vor allem von Kindern, die zuerst in Ton gefertigt werden und dann in Bronze gegossen werden. Diese Arbeiten zeugen von einer starken plastischen Ausdrucksfähigkeit klassizistischen Ursprungs. In den Zeichnungen, den Aquarellen und den Stichen erkennt man das Lieblingsmotiv der Künstlerin: Bergbauernhöfe die akribisch und detailgetreu abgezeichnet werden; die Liebe für ihren Ursprungsort scheint durch. Ihre Menschenliebe führt sie 1972 nach Brasilien, wo sie Mädchen zeigt wie man Holz bearbeitet und wie man die traditionellen Themen der Indio-Kultur umsetzten kann. Sie stirbt am 13. Jänner 1978 in Brixen.

FINY MORODER-MARTINER – Wird am 8. April 1916 In St. Ulrich geboren, wo auch sie die Kunstschule besucht und dann eine Werksatt eröffnet; sie interessiert sich insbesondere für Holzschnitzerei und für Keramik. 1960 gewinnt sie das regionale Ausschreiben für Bildhauerei, 1966 den Preis eines Innsbrucker Wettbewerbs.

FRIEDRICH GURSCHLER – wird am 8. Februar 1923 in Unsere Frau in Schnals geboren. Zwischen 1944 und 1945 muss er im Polizeiregiment in Schlanders Dienst leisten. Von 1948 bis 1953 besucht er die Kunstschule in St. Ulrich. In in den folgenden fünf Jahren jene in Nürnberg. Er wird Kunstlehrer an der Mittelschule Algund-Partschins, widmet sich aber weiterhin der Bildhauerei und nimmt an zahlreichen Ausstellungen teil.

GUIDO DAURU‘ – wird am 25. Juni in Rocca Pietore (Belluno) geboren. Ein Jahr nach seiner Geburt zieht die Familie Daurù nach St. Ulrich. Hier besucht Guido Daurù die Kunstschule, an der zu der Zeit Stefano Baschierato, Schüler von Arturo Marini unterrichtete. Später erlangt auch er die Befähigung das Lehramt auszuüben.

Nach den Erfahrungen mit der lokalen Tradition, der Arbeit mit unbehandeltem Holz, beginnt der Bildhauer mit anderen Materialien zu experimentieren. Er stellt sich auch neuen Thematiken welche, auch wenn sie aus einem recht einfältigem Kontext kommen, eine inhaltsschwere Philosophie entwickeln. So schafft er Formen die man als „abstrakte Kunst“ beschreiben könnte der aber eng mit der Alltagsrealität verbunden ist.

Ab 1964 nimm er an zahllosen Ausstellungen teil. 1995 ist er mit fünf Arbeiten in Holz und Bronze bei der Ausstellung „Itinera“ vertreten.

MARTIN DEMETZ – Wird am 26. August 1930 in St. Christina/Gröden geboren. Von 1948 bis 1953 besucht er die Kunstschule in Venedig. 1954 unterrichtet plastisches Gestalten an der Kunstschule Trient, und 1971 wird er zum Direktor jener in Wolkenstein ernannt. Einige Ausstellungen an denen er teilgenommen hat sind:
1956, XXVI Kunstbiennale von Venedig
1964, Trient, Galerie „Il Castello“
1965-67, Bozen, „Goethe“-Galerie
1965, Verona, Galerie „Ferrari“
1978, Bozen, „Leonardo“-Galerie
1980-82, St. Ulrich, „Cesa Mostra d’Ert“ und „Cesa di Cungresc“
1989, St. Martin in Thurn, Ladinisches Institut
1995, Bozen, Ausstellung „Itinera“ – der Künstler stellt fünf Werke aus verschiedenen Schaffensperioden aus.

DAVID MORODER – wird am 28. Jänner 1931 in St. Ulrich geboren. Er lernt zuerst von seinem Vater das Handwerk und besucht dann die örtliche Kunstschule an der er später selbst unterrichten wird. Ihm wurden viele Auszeichnungen und Anerkennungen zuteil, unter anderem:
1960, 2. Preis der Provinz Bozen
1962, 1. Preis bei den Kunstsommerspielen in München
1973, 1. Preis bei einem Ausschreiben in St. Ulrich
1976- 1979, 1. Und 2. Preis der Messe Bozen

MARTIN RAINER – wird am 7. April 1923 in Unsere Frau in Schnals geboren. Von 1947 bis 1953 ist er Schüler der Kunstschule St. Ulrich, dann besucht er die Akademie der Angewandten Kunst in München. Ab1964 lebt er in Brixen und nimmt an zahlreichen Ausstellungen in München, Bruneck, Bozen und Graz teil.

Zu den Bildhauern die wir schon erwähnt haben gesellen sich andere Künstler von hohem Können von denen man in letzter Zeit leider nur mehr wenig hört. Die Retrospektive auf Schloss Maretsch („Itinera“) hat sie wieder ins Gedächtnis gerufen. Hier sind einige Kunstschaffende mit ihren bedeutsamsten Werken aufgelistet:

HEINRICH BACHER: - (1897 – 1972)
1. „Paar auf Motorrad“, gebeiztes Holz
2. „Fallender“, gebeiztes Holz
3. „Heuträger“, gebeiztes Holz
4. „Ezra Pound“, gebeiztes Holz
5. „Taufgang“, 1950, gebeiztes Holz

FRANZ BACHER: - (1903 – 1981)
„ Hl. Georg“, 1929, gebeiztes Holz
„Flucht aus Ägypten“, 1940/50, gebeiztes Holz
„ Skifahrer“, 1950, gebeiztes Holz
„ Invalide“, 1960, gebeiztes Holz
„ Erhängter“, 1960/70, gebeiztes Holz
„ Paar“, 1970/75, gebeiztes Holz

ALOIS BURGER: - (1936 – 1983)
„ Organische Form I“, 1973, Polyester
„ Organische Form III“, 1977, Holz

RAIMUND MUREDA: (1908 – 1985)
„ Frau am Fenster“, Terrakotta
„ Frühling“, 1954, Terrakotta
„ Schauspielerinnen im Umkleideraum“, Bronze
„ Mythologische Tänzerinnen“, Bronze

CLAUDIO TREVI – (1928 – 1987)
„ Volo “ („Flug“), 1970, Holz

Eine besondere Stellung nimmt GIULIO MARIOTTI ein (Rovereto, 1923). Nach vielen Erfahrungen mit unterschiedlichen Materialien wie Eisen und Bronze, bevorzugt er heute weiche Materialien. Zu seinen neueren Werken gehören: „La lettera“ („Der Brief“), „Il Mondo“ („Die Welt“) und „Girotondo“ („Ringelreihen“) bei denen er mit verschiedenen Techniken gearbeitet hat, die sich aber allesamt durch ihre beachtlichen Dimensionen auszeichnen. (Itinera 1995)

Abschließend wollen wir das ungewöhnliche Werk ANDRÄ KOMPATSCHERS nicht vergessen, welches erst kürzlich wiederentdeckt wurde. Es stellt die Gefangennahme Laurins dar. Der Zwergenkönig aus der Dolomitensage und seine Gegenspielern wurden aus einem Stück gehauen.

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