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ST. JAKOBSKIRCHE IN TRAMIN


Die Malereien in der St.-Jakobskirche, die auf dem Hügel von Kastellaz bei Tramin liegt, sind etwas später als jene auf Hocheppan entstanden. Die Kirche besteht aus einem Kirchenschiff mit einer halbkreisförmigen Apsis. Die Fresken verdichten sich gegen die Apsis, wo die Gestalt Christi in der Mandorla thront, der von den vier Evangelistensymbolen und ebenso vielen Heiligen umgeben ist. Im darunter liegenden Register sind die gleichmütigen und schläfrigen Figuren der Apostel aufgestellt, je zwei unter einem Flachbogen mit Zinnen und Türmchen. Willkürlich angelegte Schatten verleihen den Türmchen eine unbestimmte Dreidimensionalität, die in den  Mäandern gelungener vermittelt wird. In der Apsis ist eine Komposition aus geheimnisvollen Figuren von phantastischem und entschieden beunruhigendem Aussehen, die sich grausam bekämpfen. Diese Gruppe zeugt von einer außergewöhnlichen Originalität und Phantasie: die Figuren sind Männer mit Hundeköpfen, Zentauren, Sirenen, Vogelmenschen usw., die durch  eine schlichte Linienführung betont werden.

Diese auf geniale Weise grotesken Skulpturen gehören zu den wenigen erhaltenen Beispielen eines Phänomens, das im Mittelalter weit größere Ausmaße gehabt haben muss. Drachen, Zentauren, furchteinflößende Schlangen, mehrköpfige Hydren, hybride Bestien sind Auswüchse des Universums der „Monstrosität“, die man auch und vor allem in der Mittelalterlichen Literatur Deutschlands findet, wo Ritter ausziehen, um Ungeheuer zu bekämpfen ,um so Ruhm und Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Der Historiker Claude Lecouteux ist der Meinung, dass die dargestellten Monstren nichts anderes sind, als die Verarbeitung der heidnischen Mythologie,die sich mit dem christlichen Glauben irgendwie arrangiert. Wenn demnach die beunruhigenden Tatsachen einer bestimmten historischen Epoche gegenüber gestellt werden, also einer Zeit von schwerwiegenden sozialen, politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen, hätten diese ein besonderes Interesse für die Magie, das Monströse und das Erstaunen hervorgerufen. Laut D. Vitale kann das „furchteinflößende Wesen als Projektion der Ängste des mittelalterlichen Menschen gegenüber einer Welt, die er nur schlecht kennt und von der er sich dominiert fühlt, gesehen werden"; diese Ängste werden in der Literatur durch den Sieg über die Monstren durch die Helden einer Katharsis unterzogen. Für den Heiligen Augustinus hilft diese Monstrosität den Menschen, die sich der Perketion???(dieses Wort kenne ich nicht!) der Schöpfung nicht bewusst sind, die Schönheit des Universums zu erkennen.

Jedenfalls wird mit diesem Kampf der „Ungeheuer“ der Höhepunkt der Entwicklung der romanischen Kunst in Südtirol erreicht. Es ist schade, dass von diesem faszinierenden Wahnsinn nichts anderesals das Portal der Kapelle von Schloss Tirol und die Wasserspeier in der Apsis des Bozner Doms erhalten sind.

Mitte des 15. Jahrhunderts wurde ein zweites Kirchenschiff mit Kreuzgewölbe dazu gebaut. Hier finden wir einen reichen Freskenzyklus, der AMBROSUIS GANDER, einem Schüler von JOHANNES VON BRUNECK, zugeschrieben (1441) wird.

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