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Schloss Prösels

Ein neuer Zugang zur Geschichte und dem Schicksal der stolzen Frauen, die hier in vergangenen Zeiten den Tod im Namen dunkler Machenschaften gefunden haben. Eine romantische, lustige aber auch traurige Welt, die „verhexte“ Epoche Südtirols. Schloss Prösels, ein Schauplatz vieler wichtiger Ereignisse, die auf der Hochebene stattgefunden haben, aber sie hat etwas zeitloses bewahrt, fast wie ein Gedicht, dass noch geschrieben werden muss.

Als im Jahr 1506 und 1510 zehn Frauen der Hexerei angeklagte und zum Scheiterhaufen vor dem Schloss geführt wurden standen die Mauern und Türme der Burg noch nicht. An ihrer Stelle standen andere Steine, jene einer älteren Burg von der heute nur mehr der Pulverturm erhalten ist. Die Angeklagten gestanden alles: sie sagten aus, was ihnen befohlen worden war und die Leute sahen zu. Keiner zeigte Mitleid, außer vielleicht ein paar einzelne, keiner zeigte sich entrüstet, außer vielleicht der Henker, aber die Menschen waren nun mal so und man wurde gezwungen den Hinrichtungen beizuwohnen. Der Scheiterhaufen war eine Warnung: die Gesetze und den Willen der weltlichen oder geistigen Herrscher nicht zu befolgen und sich gegen sie aufzulehnen, war ein Angriff gegen die von Gott gewollten Gesetze. Vielleicht war es deshalb so wichtig, die Menschen in ihrer Unwissenheit zu belassen. Aber letztlich war es jene Unwissenheit, die das Schicksal von Prösels entschieden hat. Als die Dynastie der Herren von Völs-Colonna ausstarb geriet die Burg zusehends in Verfall. Die Bewohner der Hochebene waren neugierig zu entdecken welche Geheimnisse sich hinter den Schlossmauern verstecken. Sie wollten wissen aus welchem Stoff die Wandteppiche der von Gott gewählten Machthaber gemacht waren und ob das Wasser das den Durst der Herren stillte ein anderes war als jenes mit dem die mutmaßlichen Hexen ihre Blumen gossen.

Die Menschen mögen vielleicht ungebildet gewesen sein, aber es fehlte ihnen nicht an
Phantasie. Es gab viele Mäuler zu stopfen und so haben Schmied, Tischler und Schuster aus der Not eine Tugend gemacht und alles was sie fanden wiederverwendet. Der Schuster fand an den Pergamentbögen in der Bibliothek besonders Interesse. Es gab tausende Bände, die verschiedenen Themen abhandelten wie zum Beispiel die Regelung der Abgaben welche die Bauern an ihre Lehnsherren zu leisten hatten. Die Waffen der Ritter und deren Gebrauch und nicht zuletzt die Maßnahmen um Dämonen auszutreiben und die Hexerei zu bekämpfen. Der Schuster konnte zwar nicht lesen, fand aber an den kleinen regelmäßigen Tintenspuren gefallen und testete die Widerstandsfähigkeit des Pergamentpapiers das so zart wirkt: er hatte keine Zweifel über die beste Verwendung und macht Schuheinlagen daraus.
Aus diesem Grund ist von den ursprünglichen Möbeln keine Spur mehr, trotzdem kann man sich bei einem Besuch der Burg auf interessante Begegnungen gefasst machen.
Wo heute eine Reihe Nussbäume steht loderte einst das heilige Feuer der Inquisition.  
Die Steine des gegenüberliegenden Baumannhof sind vom Feuer gebrandmarkt und vielleicht haben sich auch die durchdringenden Schreie der unschuldigen Frauen die der herrschenden Macht zum Opfer gefallen sind in die alten Mauern eingeprägt. Einem Besuch von Schloss Prösels wohnt immer ein Zauber bei. Das mag an der einzigartigen Position liegen oder an der Waffensammlung oder aber auch an den freundlichen Zimmern.

Im Schloss finden oft Kunstausstellungen, Streichkonzerte oder Poesielesungen statt und man lernt, dass die Grenze zwischen Kultur und Ignoranz oft fließend ist.

Sehenswert
Wenige Meter vom Schloss entfernt steht auf einem Hügel der Pulverturm. Von hier hat man eine einzigartige Aussicht auf das Schlerngebiet und die Völser Umgebung

Info
Schloss Castel Prösels
Prösels 21
I - 39050 Völs am Schlern
Tel 0039 0471 601062 - Fax 0039 0471 601010
www.schloss-proesels.it - info@schloss-proesels.it

Preise
- Einzelperson 5,00 €
- Kinder (6–14 Jahre) 2,50 €
- Ermäßigt 4,00 €


Foto: Casanova

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