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DIE RÖMER KOMMEN


Während dieses Prozesses infiltrierten die Römer in den Alpenraum. Anfänglich geht es darum, bestimmte Wirtschaftsbeziehungen einzuführen. Später kommt das Interesse sichere Grenzen zu errichten hinzu und die Übergänge werden zum Schutz gegen die andauernden nordischen Invasionen bewacht. Trient wurde bereits 45 v. Chr. dem Römischen Imperium eingegliedert. Zwanzig Jahre später gewinnt der dreiundzwanzigjährige Adoptivsohn von Kaiser Augustus, Nero Claudio Drusus (38-9 v. Chr.) die Überhand über die zähe rätische Bevölkerung Südtirols und eröffnete so den Weg zur Donau.

Laut den römischen Geschichtsschreibern ist Drusus die Errichtung von „Pons Drusi“, dem heutigen Bozen zu verdanken (14 v. Chr.)

Zeugnisse der römischen Eroberung findet man in der Toponomastik in den so-genannten „prediali“. „Prediali“ werden jene Ortsnamen genannt, deren Endung im Lateinischen auf „anum“ war und die im Italienischen zu „ano“ geworden sind.

Die historischen Tatsachen der Zeit helfen uns dies besser zu verstehen. Das römische Herr unter dem Kommando von Drusus und von Publio Silius, durchquert das Etschtal, das Val del Sole und das Ultental. Ihr Feldzug sät Schrecken. Die Bewohner, besonders die Jungen werden versklavt. Wer nicht umgebracht wurde, wurde gezwungen die Felder zu bestellen. Aber die Zahl dieser Arbeiter wurde klein gehalten, damit sie keine Gefahr für ihre Herren darstellten. So wurden die wenigen überlebenden zu Sklaven auf ihren eigenen Bauernhöfen, welche die Römer als Kriegsbeute beanspruchten.

Der Großteil der Legionäre waren aus Verona oder Brescia, das erklärt warum viele „Prediale“ padanischen Ursprungs sind.

Die große Schlacht zwischen den Römern und den Eisacktalern und Vinschgern fand bei Sigmundskron statt, wo sich das rätische Heer zum Schutz des Territoriums einfand.
Es ist interessant festzustellen, dass die meisten Südtiroler „Prediali“ in der Gegend von Eppan zu finden sind. Zu den wichtigsten „Prediali“ der Provinz gehören Albiano, Andriano (Andrian), Bolzano (Bozen), Cornaiano (Girlan), Merano (Meran); Covelano (Göflan), Vezzano (Vetzan) und Coldrano (Goldrain) bei Silandro (Schlanders); Cirlano (Tschirland) Colsano (Galsaun) bei Naturns; Vöran (Lana); Missiano (Missian); Terlano (Terlan) ; Barbiano (Barbian) und Milano (Millan-Milland bei Brixen).
Es gibt zwischen 60 und 80 „Prediali“ in Südtirol.

Der Name Bozen (Bauzanum) ist offensichtlich römischen Ursprungs. Aber es gibt auch Ortsnamen aus der rätisch-etruskischen Zeit. Darunter Braies (Prags), Caines (Kuens), Cermes (Tscherms), Falzes (Pfalzen), Fleres (Pflertsch) und Isarco (Eisack). Braies soll „befestigte Erhöhung“ bedeuten-in Erinnerung an eine rätische Burg. Tscherms bedeutet „Heilgtum – Zeremonie“, und erweckt die Vermutung, dass es dort wahrscheinlich einmal einen kleinen Tempel gegeben habe. „Isarco“ ist aus den Worten „die“ (Gott) und „sol“ (Sonne) zusammengesetzt.

Bis zum 1. Jhdt. v. CHr. waren der Alpenraum in zwei Reiche aufgeteilt: Rätien und Noricum. Das erste erstreckte sich von der Donau bis zu den südlichen Alpen und hatte Augusta Vindelicorum, das heutige Augsburg zur Hauptstadt; Noricum reichte von Osttirol bis über die Alpenkette. Die Grenze der zwei Reiche zog sich vom Pustertal bis über die Gebirgskette im Nordosten.

Das Hauptinteresse der Römer war nachdem sie sich in den neuen Territorien angesiedelt hatten der Bau von Strassen, die den Durchzug der Legionen ermöglichten. Die bekannteste dieser Strassen war die Via Claudia Augusta, welche die Städte Aquileia an der Adria mit Augusta Vindelicorum verband. Es wurden zahlreiche Meilensteine entlang dieser Route gefunden, aber es fehlen die großen Bauten, welche die Römische Zivilisation charakterisiert.

Eine andere Strasse die von Pons Drusi ausging, führte über das Rittner Hochplateau ins Eisacktal nach Kollmann. Der Weg führte dann nach Villanders und weiter zum Brenner. Reste der alten Spur wurden in der Nähe von Kollmann gefunden.

Römische Siedlungen hat es in Lienz (Auguntum), Innichen (Littamum), St. Lorenzen (Sebatum), Stufels, Neumarkt (Endidae), Pons Drusi, Waidbruck (Sublavio) und Sterzing (Vipitenum) gegeben.

Beim Plunacker in Villanders sind Spuren von Häusern aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. gefunden worden, was durch den Fund von Münzen von Antonino Pio (86-161) und dessen Tochter die Kaiserin Faustina Minore bewiesen ist. Republikanische Münzen (2. V. Chr.) sind 1984 in Reif bei Leifers in der Nähe eines Gebäudes gefunden worden. In Kirche von St. Michael/Eppan wurde auf den Resten eines römischen Gebäudes errichtet. Hier wurde ein Dachziegel mit dem Stempel „Avresis“ gefunden. In Vill ist man unter der Marienkirche auf ein weiteres römisches Gebäude gestossen. In Branzoll und am Waltherplatz in Bozen hat man weitere Dachziegel mir dem Aufdruck „Avresis“ gefunden. Das muss nicht unbedingt heissen, dass es dort römische Siedlungen gegeben hat, da es im Mittelalter üblich war das Baumaterial von verfallenen Gebäuden wiederzuverwenden.
In Gufidaun bei Klausen ist beim Gschlosserhof das Mauerwerk eines Gebäudes aus dem 1. Jahrhundert zum Vorschein gekommen, das in einem Brand zerstört wurde. In Kaltern wurden unter dem ehemaligen Keller der Barone de Pauli Spuren eines anderen römischen Baus gefunden.

Kein großes Echo hatte die Entdeckung von Überresten großer Gebäude beim Plunacker in Villanders, die mit Säulen aus von Trient importierten Marmor bestückt waren. In der Nähe von St. Lorenzen sind die Überreste der römischen Siedlung Sebatum gefunden worden. Es war dies eine wichtige Zollstation auf der Verbindungsstrasse zwischen dem Pustertal und Aguntum (Lienz). Sehr wahrscheinlich befand sich hier ein Markt und verschiedene private und öffentliche Gebäude. Fragmente von Fresken und Reste eines Brunnens bei der Rienz, führen zur Annahme, dass es hier ein Nympheum zu Ehren einer unbekannten Flussgottheit gegeben habe.

Auf der Völser Aicha haben die Römer zwischen dem 2. Und dem 3. Jahrhundert eine Nekropole errichtet. Im Laufe von Grabungen wurden zwei Münzen gefunden: ein Sesterz unter Marc Aurel der zwischen 161 und 169 datierbar ist und ein Dupond unter Maximus dem Thraker der zwischen 235 und 238 datierbar ist. Apropos Münzen: 80 Bronzemünzen wurden in Bergfall bei Olang gefunden, wo es einmal eine Quelle mit Sulfurhaltigem Wasser gegeben hat.

Um mit dem Thema der Gebäude abzuschließen erinnern wir an das Landhaus von Taisten (Welsberg). Es hat einen viereckigen Grundriss und eine vollständig erkennbare Struktur. Das „Domus“ der alpinen Regionen ist sehr viel schlichter als sein italisches Vorbild das üblicherweise einen Säulenhof hatte. Es wurde den härteren klimatischen Bedingungen angepasst. Besonders in den ladinischsprachichen Gebieten wird diese Architektur Jahrhunderte lang fortbestehen.

Zu den Bauten die wahrscheinlich Römischen Ursprungs sind, gehören der Drususturm in der Bozner Umgebung und jener in Mals. Der Bozner Turm ist wegen der ersten, kreisförmig angelegten Schicht von Steinen

Ein öffentlicher Markt in St. Lorenzen, der im „Itinerarium Antonini“ erwähnt wurde, bestand aus einem Gebäude mit rechteckigem Grundriss mit Halbrund und Thermen die aus Gruppen von Räumen von apsidaler Struktur, die mit den entsprechenden Einrichtungen ausgestattet waren, sowie ein Gebäude mit oktagonalem Grundriss, welches das Überbleibsel herrschaftlichen Ansitzes ist. Bei den Ausgrabungen wurden über 250 Münzen aus verschiedenen Epochen gefunden. Die römische Station Sebatum bleibt bis ins 5. Jahrhundert bestehen, bis es nach Plünderungen und Bränden verlassen wird. In Strezing macht im Hof des Rathauses, ein votives Monument aus römischer Epoche gute Figur. Es ist Mithras gewidmet, der persische Gott des Lichtes der einen Stier tötet. Es wird auf 250 n. Chr. datiert und erinnert an jenes von Osterbucken bei Karlsruhe.

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