Das goldene Kegelspiel

Vor langer Zeit, als das Pflerschertal noch reich an Gold- und
Silberminen war, regierte ein hartherziger Tyrann das Tal. Die
Bergarbeiter mußte
den größten Teil ihres Gewinnsdem habgierigen König
abgeben, der zu all seinem Reichtum auch noch ein goldenes Kegelspiel
besaß.
Der Mutigste unter den Bergmännern, der die Unterdrückung
nicht länger Erdulden wollte, widersetzte sich dem König
und wollte seine Genossen zu Einem Aufstand überreden.
Davon bekam der König zu hören und beschloß,
den Rebellen bis in die Berge zu verfolgen und ihn dort aus der
Welt zu schaffen.
Doch genau in diesem Moment erschien der Berggeist des Tribulaun
und Schlug mit seiner Faust auf die Spitze des Berges, in der
Tat hat
der Tribulaun seitdem zwei Bergspitzen.
Dem Bergarbeiter gelang die Flucht, der König aber wurde
in einen Felsen verwandelt, und zwar in das heutige „Goldkappl“,
dessen roter Schein an den Mantel des Königs errinert.
Man erzählt, dass das goldene Kegelspiel noch immer irgendwo
in den Bergen Verschollen liegt, jedoch bis zum heutigen Tag
wurde es noch nicht gefunden. |